Sauerkraut und Corona International
Ich habe gerade alle Fenster aufgerissen. In der Wohnung riecht es intensiv nach Sauerkraut. Das stand schon in der Früh auf dem Herd und köchelte stundenlang. Vorfreude auf Heike. Es würde Szegediner Gulasch geben, Die Telefoniererei war heute ziemlich anstrengend, weil das Telefon wieder pausenlos klingelte. Auch gab es mehr aufgeregte Beschwerden als konkrete Fragen. Also abfedern, beschwichtigen… Die restlichen Stunden verbrachte ich wieder mit E-Mails beantworten. Ich lese die „Beschwerden ohne Fragestellungen“ (dunkelblaugrün). Die verschiedenen Themen sind nach Farben geordnet, an dunkelblaugrün hat sich noch niemand ran gewagt. Mails vom letzten Oktober darf man mittlerweile gerne vergessen, oder? Zwischendurch rief mich Alexander von der LZ an, er rechne fest damit, dass ich am 1. September wieder da sein werde. Ich solle doch mal Brainstorming machen, welche Themen ich zur Internationalen Politik noch vorschlagen will, jenseits meines Vorhabens zum Frauenthema in der UNO. Ich sage, da fiele mir ein besonders wichtiges Thema sofort ein und das heißt Corona International.
Endlich war auch dieser Arbeitstag vorbei. Heike klingelte und wir hatten einen wunderbaren Abend zusammen. Sehr intensive und tiefe Gespräche, ich bin noch ganz erfüllt davon. Ein so schöner Ausklang des Abends ist ein starkes Gegengewicht zu den Abenden davor, an denen ich traurig und erschöpft in die Federn gesunken bin.
Ich bin noch ganz belebt und ins nachklingende Selbstgespräch vertieft und hoffe, mein Sauerkrautbauch entspannt sich über Nacht!
So schön, euer Abend. Die Mails ohne Fragestellung muss man nicht beantworten. Und die vom Oktober sicher auch nicht mehr.