Yoga, Arzt, Fahrrad, Fasten

Einen neuen Termin zu finden, war eine schwierige Prozedur. Ich bin aber froh, dass ich gefragt habe. Andernfalls wäre nicht aufgefallen, dass Beate den 10. schon belegt hat, in der Überzeugung, dass wir ja auch den 17. als Ausweichtermin haben.  Ich habe in unsrer Gruppen-App geschaut. Da hatte Heike sich gewünscht, den 10. zu nehmen. Jetzt ist der 17. für Heike und Renate nicht ideal, deshalb danke, dass ihr es möglich macht. Da ich nicht frühstücke wg. Intervallfasten, bin ich heute länger im Bett gelegen, um dann zur Yogastunde um 9 Uhr in der Erzgießereistraße zur radeln. Ich war viel zu warm angezogen und kam völlig verschwitzt an. Es war die erste Stunde im Studio nach 1 1/2 Jahren, gefühlt. Der Unterschied zum Online-Yoga ist gewaltig, viel intensiver und fröhlicher ging es zu. Aber meine körperliche Verfassung ist grausam. Ich habe Schmerzen bei verschiedenen Haltungen in Arm und Hüfte und konnte nicht, wie gewohnt, alles mitmachen. Es tröstet, dass fast alle Frauen irgendwelche orthopädischen Probleme haben, meist Schulter oder Rücken oder Knie. Oje. Danach bin ich, immer noch nüchtern zu meinem Hausarzt geradelt, bei dem ich einen Gesundheitscheck ausgemacht habe. Da seine Praxis in der Ainmillerstraße ist, konnte ich wieder das vertraute alte Viertel in mich aufsaugen und einen Blick auf mein früheres Heim werfen. Die Nachmieter haben den Balkon nicht schön bepflanzt. Meinem sehr süßen Arzt (bekennender Grüner und schwul, läuft mit Regenbogenmaske herum) mein Leid geklagt. Er hat mir eine Überweisung für einen Orthopäden mitgegeben. Da ich keinen Orthopäden habe, habe ich mir jetzt eine aus dem Netz gesucht. Termin in 2 Wochen. Nach dem Arzt war ich bei meinem Fahrradgeschäft auch in der früheren Hood, in der Hoffnung, dass sie mir schnell mein Vorderlicht reparieren können, das einen Wackelkontakt hat. Leider musste ich es da lassen, so dass ich mit Tram und U-Bahn heim bin. Auf dem Weg noch schnell beim Vollcorner eingekauft und dann endlich ESSEN. Da war es 12:30 Uhr. Ich habe gespeist wie eine Königin, lauter Leckereien von salzig bis süß mit gutem Gewissen und Kaffee. Am Nachmittag versucht meine Mutter zu erreichen. Sie ist aber wieder wegen Atmungsproblemen im Krankenhaus und hat ihr Handy nicht dabei, das sie auch nicht mehr bedienen kann. Meine Schwester fährt mit meinem Vater ins Krankenhaus, hoffentlich erfahre ich nachher mehr. Dann war ich noch in der Bibliothek, Bücher wegbringen und neu ausleihen, Geld holen und Obst kaufen. Jetzt Überweisungen, bloggen und nachher koche ich was. Meine Erfahrungen zum Intervallfasten interessieren wahrscheinlich keinen wirklich, aber ich habe festgestellt, dass man damit nicht automatisch abnimmt, insbesondere, wenn man in den 8 Stunden, die man essen darf, alles das isst, was man sonst auf 12 Stunden verteilt hat und noch mehr, damit man die lange Pause durchhält. Heute früh hatte ich tatsächlich ein halbes Kilo mehr auf der Waage. Aber ich bin jetzt trotzdem motiviert, weiter zu machen mit den langen Essenspausen, weil ich die Methode so überzeugend finde.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Was könnte ich zu deinen Fastensorgen sagen, als dass es dazu nie eine Lösung geben wird. Ich kenne Intervallfastende. Die einen unter dem Deckmantel „Gesundheit“, andere gestehen ein, abnehmen zu wollen. Meine Erfahrung Anfang des Jahres: Ein paar Kilo weniger, danach ein paar mehr dazu, wie immer. Natürlich habe ich mich besser gefühlt mit weniger. Wie viel möchtest du abnehmen? Wärst du dann glücklicher?

  2. Renate sagt:

    Irgendwann beginnen die kleinen Zipperlein. Du bist doch sehr bewegungsfreudig und wirst durch gezielte Übungen wieder deine „alte“ Form zurückgewinnen. Für manche Menschen ist Intervallfasten nicht geeignet. Anscheinend gibt es unterschiedliche Wirkungen je nach Art und Mensch.

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