20-04-02-CoronaTagebuch
Gerade glänzt der Giebel am Nachbarhaus golden in der Morgensonne auf. Gregor gestern mit plötzlichen, unspezifischen Symptomen heimgegangen. Während ich unter dem Gebot, PatientInnen und KollegInnen restlos zu meiden, im Geisterhospiz festsitze, läuft er den ganzen Tag zwischen den Häusern hin und her und hat es wichtig.- Gestern die ersten „Gespräche“ mit willkommenen Überraschungsbesuchern: Familie der Griechin und Bruder einer Patientin, die kommen wird, im Freien stehend bei 2m Abstand. Letzterer bringt heute sein Cello mit, er wird uns auch ein Ständchen spielen, im Garten. Auch habe ich einen Modus gefunden, dass ausgiebige Telefonate den Charakter von beinahe richtigen Erstgesprächen bekommen. Sonja und ich müssen uns umgewöhnen. Entweder wir verhungern, weil nichts mehr zu Essen im Haus und außenrum alles zu ist, oder wir drei bringen alle was mit, essen alles und platzen bald.
Eine Zeile mehr – jeden Tag. Worte fasten? – Bitte nicht auch noch!
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