Sturm

gestern Nachmittag brach er los, der Sturm… es fing mit einer zweistündigen Telefonkonferenz mit meinen Kollegen an. Wir tauschten uns über Vorhaben der nächsten Zeit aus. Ich hatte mir bislang keine Gedanken darüber gemacht, nun war es ein sicheres Gefühl: ich vermisse sie. Heute, wahrscheinlich schon diese langen drei Wochen, die ich keinen Austausch mit ihnen hatte. Wie wird das erst einmal sein, wenn ich in Rente bin. Ein wenig Zeit bleibt ja noch: Die Briefwahl wurde ausgezählt, kurz nachdem ich aufgelegt habe, erreicht mich die Nachricht, dass ich zur Personalrätin gewählt worden bin. Zeitgleich schreibt mir Sirena, sie kommt jetzt auf die Intensivstation und meldet sich, wenn sie wieder schreiben kann. Dem folgen zwei Anrufe von Janni und Jassien, wir sind alle froh, dass sie endlich im Krankenhaus ist, aber gerade Janni macht sich Sorgen, wie sie wohl sein wird, die Zeit, allein daheim. In der Nacht wird mir dann schlecht, ich wanke ins Bad, Wache neben dem Waschbecken auf, will zum Bett zurück, finde mich auf dem Boden im Gang wieder. Oh Gott, wie wird es mir gehen, in der Rente, allein daheim . Ein Sturm von Sorgen weht mich in einen unruhigen Schlaf

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