Coronafrühling

C-Corona; O-Orbi; R-Rückzug; O-Ohnmacht; N-Nase; A- Auferstehung; F-Frühling; R-Rotz; Ü-Übermut; H-Hunger; L-Liebe; I-Innig; N-Nerven; G-Gespenstisch

Corona ist allgegenwärtig. Etwas, das du nicht sehen und nicht riechen und nicht schmecken und nicht sehen kannst, das aber überall ist und unter uns wirkt. Urbi et orbi. Sogar der Papst hat einen entsprechenden Segen auf dem ausgestorbenen Petersplatz dazu gespendet. Die Beschreibung trifft auf auch Gott zu. Du umgibst mich von allen Seiten….wie Corona. Eine unsichtbare Gefahr, die zu umfassendem Rückzug zwingt. Ich war jetzt zwei Jahre freiwillig zurückgezogen und bin dadurch unglaublich gut eingeübt. Vielleicht hilft mir das, ich empfinde es nicht so stark. Aber ich empfinde es als Belastung, jeden Moment jeden anderen Menschen als potenzielle Gefahr anzusehen. Aus dem erzwungenen Rückzug wachsen sogar bei mir Bedürfnisse. Ohnmacht fühle ich nur darüber, wenn Entscheidungen, wie gerade im Hospiz, ohne meine Mitwirkung, ohne überhaupt meine Meinung, durchgeführt werden. Da fasse ich mir nicht nur ans Hirn, sondern auch an die eigene Nase, die widerum ein Übergangenwerden wittert. Das ist schlimmer, als wenn von Regierungsseite das Banksitzen verboten wird. Weniger fasse ich an die Nase wegen des gefährlichen- sorry – Rotzes, wie unfein. Übermut kommt da wenig auf, aber Frühling ist auch ohne uns und wenn ein Vogel zwitschert höre ich es auch durchs gekippte Fenster. Ines sagte, Ostern nicht so wichtig? Nein, auch für mich ist die Auferstehung ein fremder Gedanke, aber dennoch hat es etwas Erhebendes um diese Zeit herum und es ist ein Anlass, mal wieder Post zu schreiben, wenn ich es doch gern tue. Merkwürdig, wie solch erhebende Momente in ganz banalen Hunger oder in Fresslust münden, Trost, Belohnung, Zeitvertreib, alles ist dabei. Wäre ich körperlich beweglicher, zu mehr Innigkeit disponiert, wäre es dann anders? Liebe, zu wem, wohin? Was ist Liebe überhaupt? Zugehörigkeit? Ich bin froh mit dir, habe ich kürzlich gehört, wäre in der Luxemburgischen Sprache eine Art „ich liebe dich“ zu sagen.

 

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    ich bin froh mit dir, das ist schön! übergangen werden gar nicht

  2. Ines sagt:

    Ich bin froh mit dir! Das gefällt mir

  3. Beate sagt:

    ja, Ostern und die Lust zu essen..ein altes Thema vor neuem Hintergrund

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert