20-04-17-CoTaBu-Inspirationen und kleine Freuden
Beinahe wollte ich – inspiriert von Beate – meinen Tag mit ein paar Drehungen und Streckungen beginnen und hierfür mein Schaffell ausrollen. Vielleicht doch besser erst schreiben? Vielleicht nutze ich – inspiriert von Renate – meinen leeren Brotkasten, um auf Intervall umzuschalten…oder doch den freien Tag genießen und mir schön Semmelchen holen? Vielleicht wird mein freier Tag nicht ganz frei, weil ich es trostlos finde, wenn Sonja den ganzen Tag allein ist, was sie selber evtl. gar nicht so schlimm findet. Ein wenig hätte ich durchaus zu tun, hier wie dort. Taube auf Giebel und ein paar Fetzenwolken am sonst strahlend blauen Himmel, wieder Fahrradwetter. Nachdem ich wahrlich geackert und ein rotes Ohr am Telefon geholt hatte – übrigens viel über Verhältnisse zu Coronazeit dazugelernt habe: ein Platz für Herrn R. steht nächsten Donnerstag bereit. Vorher noch zwei Abstriche an aufeinander folgenden Tagen; nächste Woche sind zwei Wochen voll, die er allein im Zimmer war, seit sein letzter Nachbar starb. Das Zimmer verlässt er nur zum Rauchen nach Draußen, (gilt wie eine vorgezogene Quarantäne), schon hat`s geklappt. Was sagt seine Frau, als ich sage: Einzelzimmer! Rauchen darf er dort sogar im Zimmer!!! Ob es dann keinen Balkon gibt? Ich sage, die Frage habe ich nicht gewagt und wenn dann noch etwas nicht richtig ist, soll sie gern von dort aus nochmal suchen. Einzelzimmer, wenn du ergänzende Hilfen brauchst? Raucherzimmer, wenn das der einzige Lebensinhalt ist? Mitten im idyllischsten Althaidhausen? Wie ein 6-er, möchte man meinen. Später: Das sei jetzt natürlich schon weiter für sie als das, was sie im Auge hatte (worum sie sich entgegen ihrer Aussagen mit keinem einzigen Anruf gekümmert hat). So. Ob ich es jetzt angehe? Matte? Ein wenig Drehen und Ächzen? Fünf Minuten?
Für Herrn R. ein Platz – die Sonne scheint. Gleich gibt`s Sport – ein sehr schöner Tag.
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