Bürozeit
Heute bin ich mir vorgenommen wie im Büro. Mamas Post sortiert, Kontoauszüge abgelegt. Ein Päckchen fertiggemacht. Briefe geschrieben. Einen an unseren Freund Gerhard. Er wurde auf die normale Station verlegt, allerdings in ein Einzelzimmer, da er immer noch positiv auf Corona getestet wurde. Das nach mehr als 4 Wochen. Da fragt man sich schon was zwei Wochen Quarantäne bringen. Alle, die sich mit Gerhard verbunden fühlen und die die täglichen Updates von Max, seinem Stiefsohn, hörten, können ihm schreiben. Die Idee kam von Max. Es sollte zu Gerhards Freude und auch zu seiner Neuorientierung sein. Viele von uns fanden Gefallen an dieser Idee. Ein anderer Brief ging an eine Frau, deren Mann ich auch schon seit den 70gern kenne und der verstorben ist. Wolfgang hatte damals mit ein paar Freunden in einem Haus auf dem Land gewohnt. Wir, mein damaliger Freund und ich und noch einige aus unserer Clique hatten dort Zimmer gemietet und waren an den Wochenenden immer dort. Das waren noch Zeiten. Da waren wir noch jung und jetzt sind schon Einige nicht mehr unter uns.
Mein Gott, viel Vergangenheit bei dir momentan, erst die Musik, jetzt Briefe in solch bewegenden Dingen. Wenn es mal gut ausgeht für euren Gerhard.