20-05-10-CoTaBu-Muttertag-Hoffnung predigen und kämpfen-Vogeleier
Herrlicher Käsekuchen im Rohr. Heute nicht das Wetter für Draußen? Dann evtl. auf dem Balkon gemeinsam lesen. Um 11:00 St. Christoph. Jetzt schon geharnischt wegen Maske. Wenn ich sie den ganzen Gottesdienst lang auflassen muss bei 50 Menschen in der Riesenkirche, schreibe ich nachher an Kardinal Marx. Ich hoffe, ich habe mich nicht lächerlich ungebildet gezeigt, indem ich an Söder/ Regierung OBB geschrieben habe anstatt an die Bayrische Staatsregierung. Politik nie mein Glanzfach. Das Schreiben ist jetzt unterwegs, man wird seine Adresse kennen. Also, heute an die Kirchenobersten. Frick sagt im Interview, die Muslime müssten es uns erst vormachen. Sie seien ans Bunderverfassungsgericht gegangen. – Jakob hat eine junge Taube samt Nest aus wenigen Zweiglein von seiner Terrasse verscheucht, dann brach ihm das Herz, als das Ei flog und er erkannte, dass es sich um eine „helle, hübsche, unschuldige junge Taubenmutter“ gehandelt hat. Michael fiel zum Trost ein, dass Frau Zovko, die Blumenhändlerin, die immer eine Taube auf der Schulter hatte, dieser ein Hühnerei zum Brüten gegeben hat. Heraus kam der schwarze Hahn, den Michael gezeichnet hat und der jetzt den Laden schmückt. Norbert, Bines Freund, gibt seinen Hühnern manchmal Holzeier, auf denen sie genauso zufrieden sitzen. – Anni wollte heute früh schon „zur Schule gehen, aber sie haben mich einfach nicht gelassen.“ Michael bringt ihr nachher eine Haar- und eine Zahnbürste von mir, sie hat beides beim Packen für die große Reise verloren, verlegt, versenkt. Heute zweiter Besuch. Michael sagt, es sei wie Gefängnisszenen aus amerikanischen Filmen. Hier mein Sonntagstanka: (5-7-5-7-7)
Quarkkuchen im Rohr. – Thomas`Predigt zu Hoffnung. – Gemeinsam lesen.
Das soll mein Tag sein. Heute. – Rechenschaft ablegen. Jetzt.
Bietet die Plexiglasscheibe die Möglichkeit, die Hände durch einen Ausschnitt zu reichen? Das war bei meinem letzten Patientenkind so. Den habe ich mit Scheibe und Visier getestet.
Den Brief an Söder würde ich nochmal an die richtige Adresse schicken. Sicher ist sicher. Der Inhalt würde mich auch interessieren.
Ich gestehe, dass ich geschrieben hatte, bevor ich erfahren habe: Es war ohne Plexiglas. Aber eine Art 2,50m lange „Tafel“, man musste an Kopf- und Fußende Platz nehmen und wurde unter Aufsicht daran erinnert, Hände und Gesicht nicht zu berühren. Anni fragte dann immer, wann denn die anderen kämen oder wo sie blieben, es war eben eine Tafel mit Platz für eine große Gesellschaft. Sie haben die Zeit nicht ausgeschöpft und beschlossen, das nicht zu wiederholen zu diesen Bedingungen. Diese Beziehung hat nie sitzend an einem Tisch stattgefunden, jedenfalls nicht zum Gespräch, wenn, dann zu einer Mahlzeit. Evtl. mal im Garten, mit zugewiesenen Plätzen. Unter Aufsicht.
ein erschreckendes Bild: Aufseherin wacht darüber, dass der gebotene Abstand eingehalten wird. Der Abstand ist so groß, dass die Schwerhörige kein Wort versteht, sich also nicht einmal unterhalten kann. Zwei lebendige Menschen, in Not, weil der Abstand zu groß ist. Keine Lösung in Sicht. besser telefonieren?