Wolken

Mit unserer Mutter schon am Freitag Muttertag gefeiert. Mit Mandelhörnchen und als Geschenk eine Blumenschale, wie die letzten Jahre. Die steht vorne am Eingang und Mama vergisst sie nie zu gießen und bei Nachtfrost ins Haus zu stellen. Freitag war der Wetterbericht gut und wir wollten im Garten bei unserer Mutter sitzen. Heute hat es am Vormittag ziemlich geschüttet, dann wurde es schöner und schöner. Ich habe meinen Muttertag am Spielplatz „gefeiert“. Danach auf den Balkon und die schönen, weissen Flauschwolken beobachtet. Haben mich an meine Zeit im Sanatorium erinnert. Wir mussten bei jedem Wetter draußen unsere, wie es genannt wurde, Liege halten. Wenn ich recht erinnere waren es 2 oder  3 Stunden. Um einschlafen zu können schaute ich in den Himmel und war froh über jede Wolke. Klarer Himmel erschwerte das wegdriften erheblich. Reden durften wir nicht, denn es war immer eine Aufpasserin da. Als Kind war dieses Ruhen eine echte Herausforderung, die ich nur mit den Wolken meisterte.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Wahnsinn, diese Assoziation von Wolken zum Ruhenmüssen, schwerkrank. Und berührend, dass deine Mutter, der der trockene Garten „wurscht“ ist, deine/eure Schale hegt und pflegt.

  2. Beate sagt:

    Wolken trösten, helfen, die Zeit beim Ruhen zu überstehen. Ein starkes Bild.

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