20-05-20-CoTaBu-unbehaglich – es schreit nach Barfußspaziergang
Heute voller Unbehagen, ohne zu wissen, warum. Überhang von gestern? Kommt mein Auftankprogramm nicht zum Einsatz? Christine will Werner bestellen, obwohl Ehrenamt derzeit ruht. Sie sagt, es sei wie die Haustechnik bestellen. Mir platzt schier der Kragen. Sie will mir sagen, wie ich mit Gregor umgehen soll, er sei sensibel, ein Skorpion. Muss das sein? Sie ahnt nicht, wie allergisch er auf sie ist. Es nimmt wieder zu, dass sie sich für die Expertin seiner Bedürfnisse hält. – Heute wurde ein Mann aufgenommen, den ich aus dem Staddtteil und aus Kindergartenzeiten kenne. Wäre ich nicht vorbereitet gewesen, ich hätte ihn nicht erkannt. Telefonkontakte mit seiner Frau über die letzten Wochen. Gestern war alles klar und ich gerade dabei, den Platz zu vergeben. Heute nachmittag ging sie einen Rasenmäher kaufen und gestern, als er bereits mit Darmverschluss litt und es bergab ging, nahm sie einen Arzttermin wahr, sie müsse auch mal an sich denken und nächste Woche werde sie wieder arbeiten. Heute muss es dann doch herzzerreißend gewesen sein, wie sie sich verabschiedet haben. – Abends ein zweistündiges Gespräch mit dem Sohn des nächsten Patienten, dessen Mutter verstarb, als er zwanzig war. Wie liebevoll er über seinen Vater sprach! Am Schluss Verhandlung, wer als Besucher kommen könne. Er. Die jetzige Ehefrau. Schwager. Schwester. Freund. Als er noch von seiner 2-jährigenTochter anfing war es, wie mit einem Kind zu verhandeln. Er sah dann doch ein, dass das derzeit tabu ist. Der Patient erkennt nichtmal mehr seinen Sohn, geschweigedenn verlangt er nach ihm. Das Kind so klein, dass es nicht danach fragt und auch nicht führbar ist, wie das derzeit nötig wäre. Auch müssen wir an andere denken, unter deren Augen Besuche stattfinden. Unbegrenzt geht zu Hause. Wir können nicht einfach machen, was wir wollen.
Mit CK ist es nicht einfach. Lauter übereifrige Menschen hast du um dich versammelt.
Jetzt erstmal 4 Tage Ruhe, zum Auftanken.