Luis
Heute hatte ich den ganzen Vormittag Luis. Wir sind auf den ersten Spielplatz. Rutschbahn zu Fuß rauf, rückwärts runter. Oma du auch. Also ich rauf und rückwärts runter, gefühlte 100 mal. Brotzeit gemacht. Zu Spielplatz Nummer zwei. Er fühlte seinen Eimer mit Sand und ließ ein kleines Mädchen mitmachen, bzw. sie machte mehr kaputt als mit. Luis war total entspannt und ließ sie gewähren. Wir gruben einen Teich und zufällig fanden wir eine Plastikente, die aber leider nicht schwimmen konnte, ohne Wasser. Also uninteressant. Heimweg ewig gedauert, weil wir einen Käfer retten mussten. Luis hat eine unendliche Geduld, kann ewig verweilen und beobachten. Das ist so faszinierend und macht mich selbst ganz ruhig. Da ist es von großem Vorteil, dass ich keine Eile habe und stundenlang stehen bleiben kann. Zu Hause fragte er gleich ob ich mitessen will. Das rührt mich immer, auch wenn Emilia fragt. Beide Kinder sind dann irgendwie stolz, wenn ich mitesse. Ich habe den Eindruck sie fühlen sich dann wie kleine Gastgeber. Luis musste dann ins Bett, natürlich mit Sonnenbrille. Das ist seine neueste Marotte.
Was für ein Goldschatz, der Luis.
Auch du so sportlich, jung und beweglich! Wenn ich übrigens an Luis denke, als er ganz klein war, noch nicht laufen konnte und es mit diesem kontemplativen, konzentrierten, geduldigen Kind von heute vergleiche ist das eine interessante Entwicklung. Noch nie habe ich so bewusst wie bei ihm bei einem Menschen diese Veränderung durch den aufrechten Gang erlebt. Er brauchte das Laufen zu werden, der er jetzt ist. – Kleine Gastgeber, so süß.