Schräger Start in die Woche

Heute stand es an: Das Matheabi. Wie ein Damoklesschwert war es in den letzten Wochen über Alina gehangen,  hat ihre Stimmung belastet und meinen Geldbeutel auch. Die Prüfung verlief wie erwartet. Sie war schwer, sagten auch alle Klassenkameraden und Alina kam bedrückt nach Hause. Ich hatte immerhin in der Mittagspause Zeit, ihr zuzuhören, mit ihr zu essen und hilflose Versuche zu starten, sie zu trösten. Dann war es Zeit für die Telefonkonferenz. Ich werde mich nie damit anfreunden. ich brauche das Gespräch, die Mimik, den Menschen, der mir gegenüber sitzt. So habe ich aber ein headset auf und höre fünf bis zwölf Stimmen, nacheinander und manchmal gleichzeitig.  Das ist sehr anstrengend. Es ging heute wieder um Europa und internationale Politik, um kreative Formate, digitale Formate, Talks und tick tock. Ich sagte, das kenne ich von meiner Enkelin. Zwischen den Zeilen habe ich wohl signalisiert , dass ich immer noch an Vorträgen und Podiumsdiskussionen das non plus ultra sehe. Old school. Einsam, abgehängt. und schon war es Abend. Ein paar Worte konnte ich noch mit Alina wechseln, dann ging sie ins Bett. Morgen hat sie wieder eine Prüfung, die letzte. Pädagogik/ Psychologie. Morgen wird sie erleichtert nach Hause kommen. Hoffe ich.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Da würde ich mir auch alt und abgehängt vorkommen. Viel Glück für Alinas Abiprüfung morgen.

  2. Heike sagt:

    Was für ein krasser Kontrast, diese ungleich verteilten Begabungen innerhalb eines Kopfes! Wenn sie es doch nur ausgleichen oder zur Probe das Studium aufnehmen dürfte. – Deine Ab-Neigungen kann ich so gut nachvollziehen. Tefeonkonferenz, ein Stressfaktor 1. Grades, u.a. ein Grund dafür, dass ich bicht weiter im Vorstand der Internationalen Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität bleiben wollte. Unerträglich.

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