Demenz
Kontrastprogramm! Gestern die jungen Kinder, heute die alte Mutter. Sie sagte heute als ich mit der Pflegerin englisch sprach, sie versteht vieles. Ich fragte, was haben wir gerade gesagt. Mama meinte, sie hätte es vergessen. Die Gespräche sind recht mühsam, die Wiederholungen waren heute extrem. Es ist so unfassbar was das Gehirn da macht. Kaum zu verstehen, dass sie glaubt alles selbst zu machen. Sie hat keinen Alzheimer, sondern eine vaskuläre Demenz, mit langsamem Verlauf. Die größte Angst meiner Mutter war immer dement zu werden, wie ihre zwei Schwestern. Wenn wir jetzt von den Beiden sprechen sagt sie, dass ist schon schlimm wenn man gar nichts mehr weiß. Das hat Tante Erni auch immer gesagt, wenn wir ihr von ihrer dementen Schwester erzählten. Linda, die gerade bei meiner Mutter ist, meinte heute, die meiste Arbeit hat sie mit suchen von Dingen, die Mama verräumt hat. Diese Pflegekräfte leisten schon sehr viel. Meines wäre es auf keinen Fall
Demenz ist schon sehr belastend. Ich habe es bei meinem Vater miterlebt. Da war es auch nicht schlimm, aber das viele Rumstehen und die redundanten Fragen und Erzählungen machten mich oft traurig
Das ist schon sehr interessant. Sie hat Angst dement zu werden und wenn sie das dann ist, bekommt sie es nicht mit. Eigentlich gnädig.
Eine unglaubliche Schule, du zwischen den Generationen! Und ich denke – im Gegensatz zu Anni – wie erfüllt muss sie im Grunde sein, die alles selber macht, das Englische versteht, es ihr nur grad entfallen ist. Dem Himmel sei Dank könnt ihr die Arbeit der Pflegekraft würdigen! Wenn ich daran denke, wie einige über diese Frauen sprechen.