20-07-11-CoTaBu-Krasse Konfrontation mit Missachtung von Coronaregeln

Morgens hatte ich mich mit Jakob im Tribeca verabredet. Michael wollte das nach einem ernüchternden Versuch vor fünf Jahren nie wieder, hat sich dann aber darauf eingelassen. Ich hatte reserviert. Statt auf dem Absatz kehrtzumachen haben wir uns niedergelassen. Es war um 10:00 schon allzu gut besucht, bis es brechend voll wurde – Abstände von kaum 0,50m, alle Fenster geschlossen. Wir haben uns sehr unwohl gefühlt. Dass Kaffee oder Getränk ewig vor oder nach dem Essen kommt nimmt man in Kauf, zumal er in hübschen bunten Tassen serviert wird; dass es schmeckt, aber ungelogen die Bestellung niemals mit dem übereinstimmt, was auf den Tisch kommt: ich bestelle Omelette natur und bekomme Rührei mit Feta oder umgekehrt – IMMER! Meist sagt die Bedienung „sorry, es ist nicht mein Tag“ , heute war es eine andere aber es kam auch alles falsch – auch das gehört dort dazu. Wir sprachen sie auf die Überfüllung an; sie wüssten nicht, wie sie es machen sollten, hätten keine Möglichkeit (!); jeder würde selber entscheiden, ob er sich so wohl fühlt! Man könnte natürlich – sage ich mir im Stillen – in Ermangelung eines Kellers jeden 2. Tisch freilassen. Jedenfalls bereue ich, Jakobs Bedenken diesbezüglich zerstreut zu haben. Wir wollten nur noch raus. Beim Zahlen an der Theke: Ob alles gepasst hätte? Nein, leider nicht, wir saßen quasi nach allen Seiten den Leuten auf dem Schoß. Ich habe freundlich empfohlen, das an die Geschäftsführung weiterzugeben, auch dass ich mich nicht wundern würde, wenn sie bei einer Kontrolle ihr Lokal loswären. Eine krasse Missachtung der Regelungen, aber auch dessen, was uns inzwischen zur Gewohnheit, zum Befürfnis geworden ist. Das habe ich deutlich gespürt. – Jakob hat sich im Flixbus nach Polen für morgen zwei Plätze gebucht. Anna war wohl 11 Stunden lang in engster Tuchfühlung gereist.

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4 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Das Tribeca kenne ich nicht, würde nach deiner Beschreibung auch nicht mehr dort hin wollen.

  2. Beate sagt:

    Ein seltsames Café. Seltsamer Service. Coronaregeln mißachten: Das geht gar nicht! Das ist sehr schade: Wenn ich vorbei geradelt bin, habe ich oft gedacht, da sollten wir mal zusammen rein gehen.

    • Heike sagt:

      Ich will das trotzdem, weil ich es ja einerseits idyllisch finde! Es ist beides, unverschämt dillentantisch und urig gemütlich.

  3. Renate sagt:

    Mir gefiel es auch in dem Cafe, dicht an dicht. In Coronazeiten geht das gar nicht.

    Auf das Geschäft wollen sie nicht verzichten. Andere Läden gehen wegen der Abstandsregeln ein.

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