Wieder da!
Ihr Lieben, Ihr habt es ja schon gelesen : Ja, in der Tat ein Aufatmen! Es ist nicht bösartig, was in dem Hals von Jania gewachsen ist. Für sie selbst ist es noch lange nicht vorbei, es gibt noch weitere Untersuchungen und Termine und am Ende muss der Knödel besser raus, aber diese Quälerei der letzten Tage (es war eine ganze Woche) bis das erste Ergebnis kam, hat ein Ende. Bin heute nach dem Brotkauf mit dem Radl nach Hause eingebogen, da läuft mir die kleine Lupina über den Weg, das Nachbarskind, ich habe kurz mit ihr geplaudert. Heute Abend schau ich mit Alina einen Film und trinke ein Glas Rotwein. Alltag willkommen! Morgen mach ich mein Telefon wieder laut und am Nachmittag gehe ich zum Frisör. Der. Druck ist nicht urplötzlich verschwunden, er weicht langsam und macht Hoffnung Platz.Die weiteren Untersuchungen werden wenigstens schnellere Ergebnisse bringen. Es gab noch ein Telefonat auf dem langen Gang mit der langjährigen Kinderärztin, Frau Wegener, die seit ein paar Monaten im Ruhestand ist. Sie riet dringend zu dieser Schilddrüsenuntersuchung, die der Oberarzt als nächsten Schritt angeordnet hatte. Sie erzählte von einem Fall in ihrer langjährigen Praxis, wo die Schilddrüse die eigentliche Ursache gewesen ist. Da war es schon wieder, das nächste Damoklesschwert.
Alina sucht indes weiter Wohnungen in Frankfurt. Sie freut sich auf die Eigenständigkeit und das Leben zu Zweit.Dass es in den letzten Tagen Randale in Frankfurt gab, ist ihr sehr gruselig. Es soll eine Wohnung in einem sicheren Viertel sein, sagt sie. Am besten Sachsenhausen. Sie war in der letzten Woche auch oft bedrückt wegen Janni und hat viel am Kochtopf gestanden.Ein Äquivalent zu meiner Putzrödelei?
Das glaube ich, dass du nach dieser Zeit den Alltag willkommen heißt. Wie schnell das Leben in
Schieflage gerät. Willkommen zurück im Blog.
Die Krawallnacht in Frankfurt würde mir auch Angst machen. Ob absperren des Opernplatzes eine Lösung ist? bezweifle ich.
Dass es jetzt weiter geht mit Untersuchungen ist zwar wirklich ätzend, auch lästig, aber im Vergleich ist es doch nicht so schlimm angesichts des Szenarios, das vor dem inneren Auge der letzten Tage entstanden ist. Und auch die Unruhen in Frankfurt – so denke ich – sind jetzt nichts, womit Alina es sich verdrießen lassen sollte. Denkt man an Kriegsgebiete, sagen Leute, „man hat nichts gemerkt“, es wird nicht allgegenwärtig sein. Eine Atmasphäre von Gewaltbereitschaft ist sicher nicht nur dort.
Willkommen zurück im Blog, liebe Beate. So nah liegen Glück und Sorge beeinander. Erst die Freude über das bestandene Abi, dann die Angst vor schwerer Krankheit und jetzt noch der Auszug Alinas in ein neues Leben.Du und deine Mädels werden ganz schön durchgeschüttelt.