Auf der Alm
Wenn ich nicht so etepetete wäre würde ich gerne mal auf eine Alm gehen, allerdings nicht alleine. Habe das Wort mal gegoogelt. Ursprünglich stand es für zurückhaltendes, abwägendes Verhalten. Später stand es für Personen die durch diese Verhaltensweise übertrieben wählerisch wirkten und schliesslich übertrug es sich überwiegend auf geziertes und steifes bis zimperliches und prinzesssinnenhaftes Benehmen. Bin ich etepetete wenn ich meine Füße nicht in Molke bade, wenn mir schon bei der Vorstellung an den Geruch, der beim käsen an den Händen der Käsemacher entsteht, graust, wenn ich ungern auf ein Plumpsclo gehe und noch Einiges mehr? Mir imponieren besonders Frauen, die ganz alleine auf der Alm sind und oft aus ganz anderen Lebenswelten kommen. So ganz auf sich gestellt mit vielen Kühen, die für mich das nächste Hindernis darstellen würden. Ich glaube mir bleibt nur die romantische Idee von Sonnenuntergängen, vom Geläut der Kuhglocken, vom herrlichen Panoramablick.
Die Definition ist super. Es wäre ein interessantes Thema. Im Vergleich zu mir, die ich mich nicht etepetete finde, bist du es in meinen Augen schon. Oder findet mich ihr anderen auch etepetete? Oder ist es jede auf ihre Weise an ihrer ureigenen Stelle?
ich glaube, es gibt so eine Ecke in uns allen, wo „Etepetete“ schlummert!
Also übertrieben geziert und prinzessinnenhaft sind war alle nicht, aber jede hat wahrscheinlich ihre Empfindlichkeiten. So ein Leben auf einer Alm wäre nix für mich. Ich hab darüber mal einen Beitrag im Bayrischen Fernsehen angeschaut. Ist mir viel zu mühsam.