so viele Emotionen

Heute war Alinas großerTag: Zeugnisverleihung! Wir waren beide sehr aufgeregt, vom Aufstehen bis zur Abfahrt Richtung Schule. Der Eintritt zum Studium, zum eigenen Leben! Ihr „Scheich“ durfte als Dritter teilnehmen. hatte den Bus versäumt und wurde von seiner Mama schnell mit dem Auto vorbei gebracht. Mit fliegenden Haaren und verlegenem Lächeln eilte er auf sie zu, umarmte sie. Alles gut! Coronabedingt fiel die Feier eigen aus: keine Musik, keine Bühne, kein Händedruck. Es war dennoch feierlich, die Lehrer ließen viele wertschätzende Worte fallen und ich hatte den Eindruck, sie kannten ihre Schüler gut. Eine Schülerin in rosa Pantoffeln, rosa Kleid und gewagtem Kurzhaarschnitt, eine aus der Gestalterklasse, hielt eine lustige Rede und dankte für das familiäre Klima an dieser Schule. Ich dachte mir, meine Tochter fühlt sich nirgendwo wohl, wo es sich Menschen zusammen gemütlich machen. Sie liebt die Konfrontation, die Auseinandersetzung, sie fühlt sich am wohlsten, wenn sie sich in ihrer Außenseiterrolle bestätigen kann. Zum Schluß nahm noch die Deutschlehrerin Alina beiseite und sagte sehr ernst zu ihr, sie soll ihre Begabung in aller Zukunft  ernst nehmen. Dann waren wir weg, auf dem Weg zu Bernhard, der im Cafe auf uns wartete. Nach dem Essen dort trennten wir uns. Meine nächste Station: Pizza holen für Jania. Janni hatte nicht viel Zeit. um 17.00h war ein weiterer MRT Termin angesagt. Pünktlich hatte sie ihre Pizza auf dem Tisch, gleich danach wurde sie aufgerufen. So begleitete ich Sirena und Janni noch bis zur Tür wo die Untersuchung stattfinden sollte und fuhr dann heim. Die Ärzte scheinen auf einem neuen Weg zu sein. Alles, was heute Nachmittag abgelaufen sein muss, deutet auf die Suche nach einer neuen Diagnose hin und es scheint, die Befürchtung des Oberarztes, es könnte ein Lymphom sein, ist erst einmal vom Tisch. Was Janni nun wirklich hat, ist noch nicht gefunden. Die Richtung, die die langjährige Kinderärztin, Frau Dr. Wegener, angedeutet hat, scheint die zu sein, der jetzt gefolgt wird.

Und so sitze ich jetzt allein in meinem Wohnzimmer, die Häschen stinken in ihrem Käfig neben mir und ich blicke darauf zurück, dass ich meine zwei Mädels durch ihre Schulzeit begleitet habe und ich hege die Hoffnung, dass Janni im Herbst wieder in die schule geht.

 

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ich hoffe es auch sehr. Was für ein Tag und die Worte der Deutschlehrerin, die sie Alina mit auf den Weg gegeben hat, bleiben bestimmt unvergessen.

  2. Heike sagt:

    Auch wenn wir uns gesprochen haben: Dein Bericht umfasst jetzt doch noch ganz andere Aspekte!

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