20-08-06-CoTaBu-Ausgiebiger Traum mit Höhen- oder Fallangst – Eine Irre und ein Literaturfreund

Traum: In einem Berg wird gebohrt, gesprengt. Komischerweise fallen keine Steine herab. Hoch über mir ist schon alles ausgehöhlt. Wir (?) waren hochgeklettert auf ein inneres Plateau und müssen über eine Sprossenwand wieder runter. Ich habe ein schweres Buch und Beates dunkelroten Samtbeutel über der Schulter dabei, rede über Poetikvorlesungen und der Name „Deichmann“ fällt; jemand sagt, frevelhafter Weise hätte er alles in digitaler Form. Ich behaupte, es muss Papier sein, (auch wenn es Platz braucht und schwer wiegt). Ich weiß nicht, wer alles dabei ist, jedenfalls Niki. Ich schiebe einen Vorhang zur Seite: da ist der Abgrund. Ich trau mich nicht. Beim zweiten Versuch ziehe ich den Vorhang weg, schaue nicht in den Abgrund, klettere los, die schwere Tasche rutscht und stört. Irgendwo liegen wir dann beisammen, erschöpft. Ich suche nicht nach denen, zu denen ich gehöre. Irgendwann aber merke ich, dass sie von selber kommen und sich zu mir legen, wie ein Knäuel. Ich reagiere nicht und halte ganz still. Auf einmal fällt mein Blck auf meinen Unterschenkel. Er ist geschwollen und von Krusten überzogen. Da lag auch ein Haufen mit Kleidern, ich suche die meinen aus, bei einer durchbrochenen Jacke in Gelb bin ich unsicher, ob sie mir gehört; es ist kalt im Berg. Irgendwo bin ich mit dem Auto gefahren; jemanden mitzunehmen gelang nicht, die Fußgängerin war schneller und wollte nicht. Dann noch in die Wohnung meiner Eltern an der Hackerbrücke gegangen?

Heute mit einer komplett durchgeknallten Frau Dr. sounso telefoniert. Umgang mit psychisch Kranken reibt auf, dringt ein, hängt nach. Dennoch ein erfüllter Arbeitstag. Am Ende habe ich Freundschaft mit dem „schwerhörigen“ Patienten geschlossen. Er sagte: „Auf Wunsch bin ich auch schwerhörig“. Mit seiner Frau hatte ich einen Termin bzgl. ihrer Seelenverfassung; im Ringen um ihre Selbstfürsorge kam ihre Empfänglichkeit für „Worte“ zu Tage. Einen Text bekam sie heute von mir, las ihn ihrem Mann vor. Der fand Gefallen. Als ich aufs Rad steigen wollte sprach er mich vom Balkon aus an und sagte unvermittelt, dass seine Frau bei mir war, brachte mich also in Verbindung. Er habe da „so ein rotes Büchlein“. Nach erfreulichem Plausch haben wir uns für Montag zum literarischen Austausch verabredet! – Heute schwänzen wir Schwimmen und gehen – so Gott will – stattdessen morgen Früh, bevor die Massen auftreten.

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Immer wieder beeindruckend, wie das Lesen und Schreiben die Menschen berührt. Bin gespannt, ob ihr heute morgen beim Schwimmen gewesen seid.

  2. Beate sagt:

    Was für ein Traum! ich habe schier neben Dir gestanden/gelegen auf dem Plateau. Ein Stück von dem Knäuel?

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