Wohnungskauf, Belastung fortan

Ines, Dein Kommentar hat mich schwer zum Nachdenken gebracht. Seit Jahren quäle ich mich damit rum, ob , wo und wie ich mein Geld anlegen soll. So hatte ich schon eine feste Absprache mit einem guten Anlageberater, bei dem meine Freundin Suzanne ihre Millionen erfolgreich vermehrt, noch dazu nachhaltig, im Ökobereich, das war ihr wichtig. Ich hätte bei den Anlagegebühren sogar von ihr profitieren können, weil sie „…and Friends “ mit ihm vereinbart hat. Dann das Telefonat mit Nearchos, immerhin Bankdirektor, der zu mir sagte: Davon verstehst du nichts, kauf dir lieber ne kleine Wohnung, da bekommst Du Miete, oder Du kannst selber drin wohnen.

Dazu muss gesagt sein:

  1. Suzanne habe ich als eine Asketin kennengelernt. Sie wohnte neben mir in Berlin. Ihr Besitzstand waren ein Futon, eine Yogamatte, ein Regal, vollgestopft mit Büchern. So lebte sie, bis sie 60 Jahre alt wurde, promovierte über Yoga, veröffentlichte einige Bücher, ist bis heute mit einem netten Mann verheiratet, der sich als Homöopath durchs Leben schlägt. Sie haben eine Tochter, die sich in ihrem Studium über fremde Völker eine ganze Welt schuf, in der sie glücklich ist. Alles war fein und unbeschwert, bis Suzanne erbte. Seitdem schlägt sie ihre Zeit mit Beschäftigung um die lieben Kröten tot, streitet mit der Familie, dem Finanzamt und steht ziemlich ratlos vor der Schieflage, die die Kröten in ihre Ehe gebracht haben.
  2. Nearchos ist ein Player, ein Profi, was Geld angeht. Kauft, verkauft Immobilien, wohnt in den schönsten, besonderen Häusern. Auch kein gutes Beispiel für mich.
  3. Ines schreibt, sie verwendet ihr Geld für die Rente. Die beste Option! Meine Rente wird zu schmal ausfallen, um davon so weiter zu leben, wie ich das seit Jahren gewohnt bin. Um eine Wohnung in München zu kaufen, muss ich Schulden machen. Das würde Nearchos nicht kratzen, aus den bekannten Gründen. Mich hingegen sehr, ich schlafe jetzt schon nicht gut.
  4. Liebe Ines, es war nur ein kurzer Satz von Dir. Ich werde zusehen, meine Rente zu vermehren. Nix Lottogewinn, nix Wohnungskauf. Schuster, bleib bei Deinen Leisten und sei bescheiden, lebe unbeschwert….

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Als ich die Überschrift deines Entwurfs gelesen habe dachte ich du hättest im Schnellschuss heute ne Wohnung gekauft. Seht ihr – was wir in unserem Blog alles voneinander lernen?! Zufriedenheit und 5-Stunden-Fasten – Rente vermehren statt Besitz anhäufen, alles alles lernen wir voneinander. Und Renate sagte, mein Augsburg ist wie ein Halbtagsjob. Bringt nur nicht den Bruchteil dessen ein. Ich wusste das auch nicht, hab halt geerbt, wenn auch im Kleinen, und das lässt man dann auch nicht einfach stehen. Ich schau mir das jetzt mal ein paar Jährchen an, aber in Wahtheit stimme ich vollkommen Ines zu. Soviel einnehmen, wie man zum Leben braucht, nicht mehr und nicht weniger.

  2. Ines sagt:

    Ich bin erstaunt, was ich mit einem kurzen Kommentar ausgelöst habe. Bin gespannt, wie sich deine Pläne zu diesem Thema weiter entwickeln.

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