Reduzierte Sozialkontakte und Heim auf Probe
Die Arbeit macht mir seit längerer Zeit keinen Spaß mehr. Mir fehlt das Miteinander mit den Kolleginnen. Durch Corona hat sich der freie und unbeschwerte Umgang miteinander verändert. Auch mit den Patienten ist es alles so reduziert. Und auch auf der Straße und in den Geschäften merke ich den veränderten Umgang. Mir fehlt etwas. Ich kann es noch nicht so recht benennen. Es würde mich interessieren, wie ihr das Kontaktverhalten mit anderen Menschen wahrnehmt. Meine Mutter ist heute für 3 Wochen in ein Kurzzeitpflegeheim gekommen, damit mein Vater mal entlastet wird. Er wird sie in der ersten Woche, in der sie noch in Quarantäne ist, jeden Tag besuchen und will dann eine Woche weg fahren. Dann dürfen meine Geschwister sie auch besuchen. Ich hoffe, sie baut dort nicht noch mehr ab. Vielleicht ist das auch so wie Heim auf Probe.
Zu deiner Mutter: Ich verstehe nicht. Dein Vater wird sie, solange sie in Quarantäne ist, täglich besuchen? Kann das so unterschiedlich in den Bundesländern sein? Genau das dürfte er hier ja unter keinen Umständen. Hoffentlich nimmt sie das dort, wie sie wohl seit jeher die Dinge nimmt, nämlich positiv. – Ja, über das andere, das, was fehlt und anders ist, gibt es viel zu sagen. Vielleicht wenn wir uns sehen? Die Freudlosigkeit in deiner Arbeit bahnt sich schon länger an, das ist schlimm, denn du hast noch eine ganze Strecke vor dir.
die Freudlosigkeit im Umgang der Menschen im öffentlichen Raum fällt mir auch auf und macht mich schwer. Ich wünsche Deiner Mutter, dass sie während der Kurzzeitpflege gute Erfahrungen macht und die zeit gut verkraftet!