CoTaBu-20-09-30-Skurrilitäten-Betrachtung zu 1/2 Jahr Blog

Heute Morgen wurde ich mit einem Leberwursttraum wach, in dem ich mich hilflos mit zwei linken Händen disqualifiziert habe. Die Szene spielte in der Hospizküche, also außerhalb meines „Kompetenzbereichs“. – Ein Tag voller Skurrilitäten; geheimniskrämerische Anfragen nach Art einer Ausfragung ohne zu nennen, um wen es ging, was derjenige hatte, wie das Verhältnis beschaffen ist, in welchem der Initiator steht („Gott hat uns zusammengeführt, ich bin sehr intuitiv“) oder „wie ist das bei Ihnen, dies, das und nochwas“, bis ich sage, ich würde mich bedeutend leichter tun, wenn ich erführe, welcher konkrete Grund zu diesem Anruf führt, denn sonst müsste ich alle Eventualitäten ins Blaue referieren. Demgegenüber ein tief trauriger Mann, mit dem ich lachen konnte ob seiner witzigen Löwenmaske, fasziniert über die Schilderung vom Niedergang seiner Frau anlässlich des Todes ihres Pferdes. Ich habe viel über Pferde gelernt und im Gegensatz zu gestern wieder erfahren, wie wunderbar Humor und Trauer sich vertragen können und die Trauer nicht geschmälert wird, wenn sie nicht mühlsteinartig zur Schau gestellt wird, was mich gestern runterzog mit dem Mathematiker. – Betrachtung zum Blog: Innerhalb eines Halbjahres habe ich an Mitteilungsbedürfnis „nach außen“ eingebüßt im Gefühl, Kontakt genug zu haben. Es ist soviel gesagt in diesem Kästchen. Unter uns wurde, für mich überraschend (wie kann es mich überraschen??!!), einiges an Gruppendynamik entfesselt…. Es ist wie eine kleine Psychogruppe. Wir sollten uns darüber Gedanken machen, wie wir mit Kommentaren und „Feedbacks“ verfahren wollen und reflektieren, wie es uns damit geht; denn wie wir wissen und lernen, sind wir imselben Film und erleben doch nicht dasselbe, unterschiedlich wie wir sind. Über allem aber steht für mich: Toll, mit euch diese tiefgreifende Erfahrung zu teilen.

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Eine Antwort

  1. Ines sagt:

    Eine entfesselte Gruppendynamik kann ich nicht feststellen. Vielleicht ist das schon ein Indiz dafür, dass wir unterschiedlich wahrnehmen. Ich genieße die Kommentare z. T. mehr als das Blog schreiben. Die Feedbacks, ob auf meine oder eure Texte, bringen mich oft zum Nachdenken.

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