Der Zug kam nicht
Von der S-Bahn unten zum Holzkirchner Bahnhof bin ich heute ewig gegangen. So weit hinten sind die Gleise. Knappes Zeitmanagement ist da nicht von Vorteil. Brigitte war schon da. Wir wollten mit dem Kufsteiner Zug nach Grafing und von da mit einer Regionalbahn nach Wasserburg. Die Betonung liegt auf dem Wörtchen -wollten-. Durchsage: der Zug hat 45 Minuten Verspätung. Beide hatten wir ein M-5 Ticket. Ebersberg, da wussten wir beide den Weg nicht, von Wolfratshausen nach Kloster Schäftlarn, da war unser beider Schuhwerk nicht geeignet, Tutzing, da war ich erst, allerdings nicht an den Deixlfurter Seen. Also auf nach Tutzing. Langes Warten auf die S-Bahn. Richtung Seen gegangen auf einem so matschigen Weg. Auch der Weg zur Ilkahöhe nur Matsch. Beschlossen nach Possenhofen zu gehen. Schild gesehen, Schiffsanleger, da ging kein Weg am See entlang, Friedhof, unten lag der See, nur leider war da eine Mauer, wieder kein Weg. Durch den Friedhof auf die Strasse und irgendwann fanden wir den Weg, der mir so gar nicht bekannt vorkam. Ich bin vor Kurzem mit Beate dort gegangen und war anscheinend so von unserem Gespräch absorbiert, dass ich den Weg nicht wahr genommen habe. Das hat sich dann geändert und wir sind letztendlich auf dem Weg, der am See lang führt, in Possenhofen angekommen. Sitzen in der Bahn tat so gut, aufstehen weniger. Ein langer Marsch war das, mit intensiven Gesprächen und heißen Gesichtern von der Sonne.
Dann ist es heute nicht so geschmiert gelaufen. Dann warst du mit Brigitte, wie schön. Dann hättest du beinah Michael getroffen, der auch in Possenhofen mit einer Freundin stundenlang auf der Bank saß.
Ausflug mit Hindernissen. Mal was anderes. Manche Wege kann man öfter gehen.