Im Zimmer
Ich bin in meinem Zimmer und gehe nicht raus. Mittags saß ich noch gemütlich beim Thailänder in der Sonne. Was Kleines essen, dabei Zeitung lesen. Ich genoß die Pause sehr. Danach bin ich noch über den Markt geschlendert und habe Gemüse und ein Huhn gekauft. Zurück in der Arbeit, kamen mir drei Kollegen entgegen, um auszustempeln. Markus, ein Kollege ist positiv getestet worden, Alle, die gestern mit Markus Kontakt hatten, müssen heim. Quarantäne, Test, noch mal Quarantäne. Zehn Tage, sagt das Finanzministerium für die Beschäftigten . Für andere auch?. Eine Kollegin hat sich die Bestimmungen extra ausgedruckt und nimmt sie mit nach Hause. Ich habe meinen Laptop dabei, kann in den Tagen arbeiten. Heute habe ich dazu keine Lust. Ich lasse den gestrigen Abend Revue passieren. Wie nah saßen wir zusammen? Ich werde morgen getestet. da werde ich fragen, was das für Alina bedeutet. Alina wollte morgen früh nach Frankfurt fahren. Ich gehe ihr heute aus dem Weg. Mal schauen. Gestern, beim Walken, war eine Frau dabei, die die App hat. Sie erzählte, dass sie vor Kurzem die Nachricht bekam, mit 30 Infizierten Kontakt gehabt zu haben.
Ob so eine App das Wahre ist? Eine Kollegin hat einen Mann an der Beatmung, sie selber hatte nichts, dafür eine Tochter, die gar nicht bei ihnen wohnt. Ob es nicht ganz anders läuft mit Infektionswegen? Wenn du dich jetzt testen lässt, was sagt der Test Tage später? Sowas Ätzendes, auch für Alina. Bis zu dieser Passage klang alles so genüsslich.
Ach je. Wie nah und wie lange du und Markus sich wohl waren? Ich drück die Daumen. Zum Glück kannst du auch von zu Hause arbeiten.
Wir haben kurz miteinander geredet, um uns für später zu besprechen. Da hatte er dann keine Zeit mehr dafür. Von daher bin ich nicht so sehr besorgt