Kaufland
Früh aufgestanden und mit Kaffee und SZ den Tag begonnen. Im Hausgang liegen jede Woche die Stadtteilanzeiger, die ich immer, bis auf heute, ignorierte. Durchgeblättert und eine Anzeige von Kaufland gesehen, in der Artikel angepriesen wurden, die ich schon länger wollte. Hingeradelt und in dieses riesige „Einkaufsparadies“ gegangen. Ein Wahnsinn dieses Angebot, im Vergleich zu Vollcorner. Stur zum Ärmelbrett, zum Baumwollbademantel gegangen, zu den zwei Sachen die ich aus dem Prospekt ausgewählt hatte. Zwei Lampignons für die Enkelchen sind noch in den Korb geflogen. In einer langen Schlange angestanden, mit Leuten die ihre Einkäufe hoch aufgetürmt in ihren Einkaufswagen schoben. In dem Laden gibt es viele elektronische Kassen, bei denen man alles selber machen muss. Ich habe mich für eine mit einem Kassierer besetzte Kasse entschieden. Nachmittag mit Inge durch die Angerlohe gegangen. Sie leidet sehr unter Corona, fühlt sich sehr einsam, weil sie in kein Lokal gehen, keine Leute einladen uvm. kann. Sie macht auch nur Homeoffice und so fühlt sie sich sehr isoliert. Vor ihrer Krebserkrankung war sie sehr viel unterwegs. Wir werden jetzt öfter zusammen spazieren gehen.
Klingt nicht, als würde es dich öfters ins Kaufland ziehen. Wo mag es liegen? Anzeiger – früher omnipräsent in jeder Mülltonne – muss man heute suchen und vermisst sie. Inge wohl eher als Spazier- denn Ausflugsfreundin?