Wandern, Stau, und wieder Alltag
gestern Abend war ich müde wie ein Stein. bei herrlichstem Wetter bin ich mit Spaniers, meinem Besuch, in Oberbayern rumgekurvt . Eigentlich bin ich ja eine schlechte Beifahrerin, aber da habe ich es sehr genossen, nicht am Steuer zu sitzen, sondern zum Fenster raus zu schauen und das herrliche Herbstlaub, die Kühe, die Berge zu sehen. Alles gut- mitgenommen, werden, wie damals, wenn meine Eltern mit mir zum Brauneck oder in die Eng fuhren. Wir sind lange gewandert, an der Isar lang, sind im eiskalten Wasser gewatet. Schöne Stunden in der Natur, die Rechnung waren stundenlange Staus. Das gehört für die Münchener auch dazu. Heute wieder gearbeitet. Mit Berlin telefoniert, mit einem Kollegen, mit dem ich schon viel zusammen gearbeitet habe. Er ist Freiberufler, bahnt sich den Weg durch Arbeiten an digitalen Formaten und Führungen für kleine Gruppen. Schlägt sich tapfer, scheint mir. sagt irgendwann, er muss leider aufhören zu telefonieren, sein Hebräisch Kurs geht gleich los. Eine Kollegin hatte mich gefragt, ob ich das Theaterstück ihres Sohnes anschauen mag. Es geht irgendwie um Tango. soll am Donnerstag in der Drehleier aufgeführt werden, Die Drehleier schreibt, sie öffnen nur die Türen, wenn sich 40 Leute anmelden, bis jetzt haben sie lediglich 10 Anmeldungen . Klar, nicht-rausgehen-ist – angesagt. Und vielleicht sogar sehr vernünftig. Es regnet ja doch den ganzen Tag lang heute und die nächsten Tage. Sirena meldet sich: In Großhadern ist in der Intensivstation Corona ausgebrochen.
Wäre bestimmt toll, Tango in der Drehleier, v.a. wenn die Kollegin um Zuschauer wirbt und alles womöglich flachfällt. Wohin nur mit dem Gewissen, in dem die Appelle mittlerweile festsitzen?