20-10-29-CoTaBu-Weniger Dampf im Kessel+Gespräche
Heute auch Missverständnisse, Verdrehungen, aber weniger Druck. Eine Anruferin brauchte schneller Hilfe als möglich. Ich sagte auch, wir wüssten nicht, was ab Montag werde. Ich empfahl angesichts akuter Atemnot zwischenzeitlich die Palli und sagte sinngemäß, ich wolle sie nicht ins Ungewisse warten lassen. Fünf Minuten später Anruf aus dem Christophorus-Hospiz. Ob wir tatsächlich ab Montag Aufnahmestopp hätten? Wir haben ein paar amüsante Dinge ausgetauscht, die uns die Leute übers jeweils andere Hospiz erzählen, natürlich unter Wahrung von Schweigepflicht und diplomatisch selektiert. Die Dame, die einen Aufnahmestopp aus meiner Empfehlung machte, hatte verständig gewirkt und sich bedankt. – Heute insgesamt alles besser. Atempausen. Einmütig und harmonisch mit Sonja; M., eine Pflegerin, suchte nach Dienstschluss aus einem bestimmten Grund das Gespräch, will sagen, es war nichts Zufälliges, Beiläufiges bis zum nächsten Klingeln; es wurde intensiv und machte mir bewusst, wie selten ich Raum für sowas habe. Wie gut es tat! Mit wem ich eigentlich reden könne? Die Frage hat mir noch niemand gestellt. Ich nannte u.a. unseren Blog. Natürlich Renate, Gregor und zunehmend Sonja, die hautnah alles miterlebt. Das Gespräch mit M. heute ging über Dampfablassen hinaus, es war etwas Besonderes, ausnahmsweise ohne unterbrochen zu werden. Heute war ich das einzige Relikt meiner Zeit, alle anderen eine Generation jünger. Friedhofsspaziergang mit Angehörigen wetterbedingt abgesagt. Fabians Conny – eine Hunderetterin – seit heute mit neuem Hund da. Wunderschönes Tier zwischen Gazelle und Fledermaus, hochnervös und scheu. Leider wieder schreckliche Nachrichten. Die postum-Ordensverleihung an den Lehrer mit den Mohammed-Karrikaturen war nicht die diplomatischste Geste. Frankreich brennt.
Menschen missverstehen sehr oft und erzählen oft die abenteuerlichsten Dinge. Geht mir dauernd so, z.B wenn ich frage, was sagt denn der oder die dazu.
Interessant was die Angehörige da gehört hat. Unsere Gespräche waren auch mir sehr wichtig und wertvoll. Jetzt müssen wir sie auf deine freien Freitage verschieben.
Die Masken habe ich bei Amazon bestellt.
Zu zweit dürfen wir ja noch. Ich hoffe und baue darauf!
klingt so, als hätte die Angehörige nachfragen sollen, hat es nicht gemacht und dann hat sie sich was ausgedacht. Dann blüht manchmal die Phantasie.Sind Fabian und Conny denn in München?
Nachfragen ist gut. Das sind ja lange, intensive Telefonate bis ins Detail, keine Kurzabfertigung, sicher nicht unter 20 Minuten. – Ja, die beiden sind gerade da.