Chrysanthemen und Mohn

Heute Nacht habe ich mal wieder schlecht und wenig geschlafen. In der Nacht über meine Arbeit gebrütet, Sätze formuliert, Pläne geschmiedet. Viel Unruhe in mir- zeugte nur von Einem: ich stecke in einer dicken Krise, kann oft froh sein, einen Satz zu schreiben. alles, alles mühsam. In aller Früh aufgestanden und gelaufen, eine Stunde lang, dann ging es mir besser. Als ich zurückkam, standen Sirena und Janni schon abfahrbereit mit gepackten Koffern vor dem Auto. Ich wollte noch zum Grab meiner Eltern fahren. Dort hatte die Gärtnerin es sehr schön geschmückt, mit Gräsern und Chrysanthemen. Unweit davon befindet sich die Grabstätte derer, die in der Penzberger Mordnacht aufgehängt worden waren. Dabei ein Schild „Nie wieder!“ und die Kunstmohnblumen, die schon am Königsplatz in München aufgestellt worden waren. Daheim angekommen, setzte ich mich gleich an meinen Schreibtisch. Von der nächtlich gespürten Krise keine Spur. Ein guter Arbeitstag, Das Wochenende hat mir spürbar gut getan, trotz der unruhig verbrachten Nacht.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Die angeblich dicke Krise hätte ich dir nicht abgenommen, wenn du nicht von selber darauf gekommen wärest, dass es auch mal schlechte Tage zwischendurch gibt.

  2. Heike sagt:

    Was für eine Krise denn? Aus meiner Sicht: um Riesenprojekte anzufangen und in der nachkommenden Generation großartig mitzuhalten würde ich mich nicht mehr in der Lage fühlen. Soviel Druck steht im Widerspruch zur Biologie. Aber gut: du hast dein Werk als Mutter vollbracht, Janni ist stabil, alles in Butter. Ein neues Leben liegt vor dir.l

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