20-11-04-CoTaBu- Amerika zählt aus – telefonieren üben

Ein Gläschen des wunderbaren Rotweins, den ich mir gestern noch versagen musste, trinke ich auf „Toni“, der die Wahl noch erlebte, wenn auch nicht die Abwahl. Weiterhin quälende Unsicherheit. Soeben Maischberger, dann Heute gesehen. Die Intonation gottlob etwas gemäßigter, nervenschonender. Renate hat mir zu meinem Vorhaben verholfen. Hatte ich doch angekündigt, meine Telefonkultur zu überdenken. Nach jahrelanger Enthaltsamkeit und dem letzten Ausbleiben von Anrufen auch derer, über die ich mich freuen würde, durfte ich am frühen Abend ausprobieren, wie es mir bekommt. Stundenlang tief, abwechslungsreich und lustig: ein regelrechtes Erlebnis, die telefonische Intensität nicht aufs Hospiz zu begrenzen, sondern etwas „nur für mich privat“ aus der Reserve zu holen. Fast wie ein Besuch! – Im Hospiz lange mit dem Lebensgefährten des Verstorbenen im Freien stehend erzählt über so Vieles; gemeinsam gelacht und ein paar Tränen verdrückt. Später Termin mit einem höchst bedürftigen, auffälligen, mal aufbrausenden, mal weinenden Ehemann einer bei uns Verstorbenen – unter zwei Stunden nicht zu machen. Kurzer Besuch von Irmgard Wolf-Erdt im Anschluss: die durchgeknallte, schrille Pfarrerin, an die ich mich erst nach Jahren gewöhnt habe, mit der ich seit Granada warm wurde und exaltiert lachen kann. Ein abwechslungsreicher Tag.

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Eine Antwort

  1. Renate sagt:

    Das war gestern eine sehr ergiebige und gute Übung.

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