20-11-20-CoTaBu- Geheimnis eines Flügelknöchelchens

Morgens Schlüssel im FTZ für morgen abgeholt. Leicht stinkt mir, dass ich dort mit Grüppchen schreiben darf, mit euch aber nicht. Riesengroßer, wunderschöner Raum mit viel möglichem Abstand, bequemen Sitzmöbeln und Fenstern mit Blick ohne Geräuschbelästigung von außen. Im Anschluss bei Herrn Diemer geheimnisvolle Erfahrung gemacht. Nach den Füßen zog es ihn, wie er sich ausdrückt, noch „nach oben“. Die Behandlung, heute sehr konzentriert in absoluter Stille, ließ Traumbilder aufziehen. Eine Stelle an den oberen Wangen öffnete, wie kürzlich die Klangschalen, Kiefer, Gaumen und Nasenwurzel. Wie bei Siddharta zog das Leid der Welt vorüber; nicht nur meines, auch nicht das allgemeine, sonderm das persönliche; auch was A`s Familie nach der Diagnose durchmacht. Nachher klärte mich Herr D. über ein flügelartiges Knöchelchen auf, seinen „Lieblingsknochen“, „Os sphenoidale“, der mit allem verbunden sei und besonders mit dem limbischen System korrespondiere. Das habe ich als vorüberziehenden Gefühlsfluss wahrgenommen, der mich verbunden hat mit Welt. Nach Besorgungen den morgigen Workshop gründlich vorbereitet incl. Skript und Material; wie immer am Frei-Tag: geschlummert. Valerie Fritschs neues Buch „Herzklappen von Johnson und Johnson“ zu Ende gelesen. Familensaga über drei Generationen; keine Schwarte – 180 Seiten. Ein Kind, das keinen Schmerz empfindet. Über Tod, Schweigen, Krieg. Eine Reise. Dieser eigenwillige Stil mit ungewöhnlichen Aneinanderreihungen, skurrilen Bildern, eigentümlichen Charakteren.

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