Telefonie

Ein Spaziergang mit Inge während ihrer Mittagspause. Eine große Runde gegangen.  Zu Hause meine Mails gelesen. Eine kam von einer Frau aus meiner ehemaligen Flötengruppe. Ich habe sie angerufen und telefoniert bis der Akku, nach einem mehr als drei Stunden dauernden Gespräch, seinen Geist aufgab. Wir sind viele Stationen unser beider Leben durchgegangen, was so abwechslungsreich war, denn sie lebte in Amerika, lange Jahre in England, hatte, wie ich, jede Menge Jobs. Sie lebte lange in London, ich ein Jahr und auch das gab jede Menge Gesprächsstoff. Dieses Gespräch hat ihr, die in den letzten Wochen zwei Freundinnen verloren hat, viel gegeben, wie sie sagte. Sie kann wegen Corona nicht zu den Beerdigungen gehen, zumal eine in England ist. In ihrer Mail schrieb sie auch, dass sie gegen eine Depression ankämpfen muss und deshalb dachte ich, ich rufe sie an, das ist besser als schreiben. Dieses Gespräch war auch für mich so schön.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    3 Stunden telefonieren, das hab ich zuletzt in meiner Jugend gemacht, wenn überhaupt, denn da war das Telefonieren noch teurer. Wie schön, dass ihr so viel Gemeinsames habt neben dem Flöten. Klingt nach einer Wiederholung.

  2. Heike sagt:

    Ein Erlebnis, sich nach jahrelangem Flöten auf andere Weise so „nahe“ zu kommen! In der Hisnicht ist ein Telefonat doch etwas ganz Wunderbares.

  3. Beate sagt:

    das klingt nach einem besonders intensiven Telefongespräch. Dazu braucht es auch Zeit…drei Stunden!!!

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