20-11-28-CoTaBu-Streulicht, Adventsschreiben+Putztag
Ein Luxus meines Lebens ist das ausgedehnte, morgendliche Lesen im Bett mit Kaffee. Wieder Streulicht, die hautnah erfahrbare Geschichte der Tochter einer Türkin und eines Deutschen jenseits von Rührseligkeit und Anklage, aber auch fern von sogenannter Chancengleichheit. – Michael hat für mich ein Paket von der Post geholt. Aus- und umgepackt, es bei lausiger Kälte zu Hermes geradelt, weil das Dreifache der bestellten Menge geliefert wurde. – Versucht, Schliff in meine Schreibimpulse zu bekommen. Einige schreiben schon Jahre mit, in unterschiedlichen Konstellationen, da musste Neues her, was Raum schaffte für die aktuelle Lage. Manches ging etwas sperrig. Es muss auch alles erst einmal ausprobiert werden. Zwischendurch packte mich unbändige Lust zu tönen – es entstand ein beinahe sakraler Klangteppich. Diese Sehnsucht, zusammen zu kommen! – Angelika brachte Adventskränze – es fühlte sich ungut an, nicht zu sagen „setz dich doch und bleib“. Wir hatten auf fünf begrenzt, auch wegen Adams Krebsbehandlung. – Heute kam erstmals nach Jahresfrist Barbara, Ursulas Vertretung, der ich eigentlich sauer bin. Aber sauer kann ich mir nicht leisten, wenn ich nicht selber putzen will. Ich hatte vorher geschlagene drei Stunden aufgeräumt. So habe ich nach dem Schreiben eine blitzsaubere Wohnung vorgefunden – Putzmittelgestank in der Luft.
Tönen in Coronazeiten ist fast schon unanständig, so viel Aerosole. Aber sehr schön, wenn es zu so einem Erlebnis führt.
Wie gibt es denn das, dass dreimal mehr Dinge kommen als bestellt. Habe ich noch nie erlebt.
Ob durch Tönen mehr Aerosole herumfliegen?
Hoffentlich nicht soviele Aerosole!!! Wir haben ganz zart…ganz viel Abstand…oh Gott oh Gott! Die Bestellung war mündlich per Handzettelchen, ich denke, es war eine Schlamperei. Schöne action.