20-12-03-CoTaBu-Ganztags Onlinetagung und Hanami
Heute bin ich den ganzen Tag nicht warm geworden, Nachhang von gestern und heute ewiges Sitzen. Die erste Online-Tagung meines Lebens per Zoom erlebt, „zwischen Wahn und Sinn“, zur zu etablierenden Zusammenarbeit, Vernetzung und Ergänzung von palliativer Psychiatrie oder umgekehrt. In der verantwortlichen AG bin auch ich, allerdings nicht besonders aktiv. Für einen pflegerischen Beitrag zur palliativen Expertise für Neulinge aus der Psychiatrie hatte ich Ingrid vorgeschlagen, die dann aber Online nicht zur Verfügung stand, da war sie glasklar. Ein Thema hätte ich fachlich übernehmen können, es aber aus Nervengründen von Haus aus nicht erwogen. So war ich stille Teilnehmerin und habe mich erst bei der Schlussrunde etwas zu sagen gewagt. Zwischendurch musste ich mich etwas ausstrecken, ich hoffe, es war der tote Winkel. Obwohl ich nichts geleistet habe strengt mich dieses Format maßlos an. Werde ich gesehen, wie ich mich selber sehe? Probiere ich eine Funktion aus und bringe damit alle – wie geschehen – kurzfristig in Schwierigkeiten? – Abends Bine zum letzen Arbeitstag gratuliert. Als sie mich auf Hanami aufmerksam machte meinte ich, ich hätte ihn schon so oft gesehen. Geriet hinein, konnte nicht mehr aufhören, habe ihn wie mit neuen Augen gesehen, diesen abgrundtiefen Trauerweg. Mit Elmar Wepper, dem – wie Michael sagt – bis dato nie einer was zugetraut hatte. Hannelore Elsner schöner und würdevoller denn je.
Ein Faktor, warum es so anstrengend ist, ist das bewegungslose und starre Sitzen vor dem Bildschirm. Strecken im toten Winkel ist nötig, wenn auch gewagt. Hanami hab ich auch schon mehrfach gesehen. Und immer wieder neu. Die Fortsetzung kam neulich im Fernsehen, ich fand sie auch sehr gut.
Deine Schwester ist jetzt auch Rentnerin. Hanami habe ich auf DVD. Ich mag die Musik und den Butohtanz sehr.
Da bekomme ich große Lust, mir den Film auch mal anzuschauen! Ich sehne mich nach dem Tag, an dem Besprechungen, Seminare, Diskussionen wieder möglich sind!