Spaziergänge

Der tägliche Spaziergang wird mir immer wichtiger und es stellt sich mehr und mehr Regelmäßigkeit ein. Als Micha 1984 auf die Welt kam, bin ich jeden Tag mit ihm im Englischen Garten spazieren gewesen. Ich habe direkt am hinteren Teil des Nordfriedhofes gewohnt und so bot sich der Park an. Unheimlich war mir oft, den ich hatte das Gefühl ganz alleine in diesem großen Gelände zu sein. Als ich am Hirschgarten wohnte und nach der Kündigung bei „extra“, Drogenberatung für Frauen, viel Zeit hatte, ging ich sehr konsequent täglich im Nymphenburger Park meine Runden. Wenn sich ein Rhythmus eingestellt hat, ist es schwerer nicht zu gehen. Es ist dann wie eine Wette, die ich verliere. Die Konsequenz tut mir gut und gibt meinem, momentan sehr reduzierten,  Alltag etwas Struktur. So bin ich heute erst geradelt und habe dann einen langen Spaziergang gemacht. Das Einzige was nervt ist die Anzieherei und dass meine Hosen, durch die Strumpfhosen die ich wegen der Kälte drunterziehe, so eng sind. Sie könnten natürlich auch durch zuviel Süßes etwas enger geworden sein.

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3 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Mir sind meine Spaziergänge auch so wichtig. Ja, und ich resümiere auch die verschiedenen Lebensabschnitte, in denen es wichtig war, rauszukommen: In den Wald laufen, weil ich vor Wut gegen die Eltern platze, quer durch Berlin leufen, weil ich die verschiedenen Stadtteile so faszinierend finde, der Nyphenburger Park mit den Kindern, usw.

  2. Ines sagt:

    Einfach nur alleine spazieren gehen ist für mich eher anstrengend und wenig reizvoll . Entweder zu Zweit zum Reden oder ich mache was Sportliches daraus, z. B Walken. Aber vielleicht kann man sich das spazieren gehen angewöhnen.

  3. Heike sagt:

    Was das betrifft bin ich mir treu geblieben. Schon spät laufen gelernt, als Kleinkind gebrüllt, bis ich getragen wurde – ob sich je eine Freiwilligkeit einstellen wird, ich bezweifle es. 2016 nach Lollos Tod eine Zeit lang angefangen, zu walken. Der Widerstand wurde damals mit der Gewohnheit wirklich kleiner. Dann kam irgendein Zipperlein.

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