21-01-05-CoTaBu-Zeit steht still und eilt gleichzeitig dahin

Dreikönig steht vor der Tür und ich habe immer noch nicht genug geruht, geschlummert und gelesen. Vor allem hatte ich darauf gebaut, dass das Neujahrsräumen über mich kommen würde. Anflüge davon sind sofort wieder abgeebbt. Mir quellen die Schubladen entgegen, aber kein Funke Energie fließt in diese Richtung. Stattdessen raffe ich mich – wie gestern – gerade mal zu einem Spaziergang auf oder – wie heute – zu Michael, der seine Mutter geholt und ihre Füße in Milch und Honig gebadet hat (Ingredenzien meine Anregung), um dann ihre Hühneraugen zu versorgen – bei Tee und Dominosteinen. Sie war rein selig, „das schönste Weihnachtsgeschenk“ – gemütlich und traulich. Diese Aktion hat anderes ersetzt und nicht den Frust aufkommen lassen, dass sie lieber „arbeiten“ möchte oder Vorlesewiderstände errichten musste. Ein Aufreger, dass Michaels Riesenschlüsselbund abgängig war, löste sich zum Glück auf. Nachdem wir alles auf den Kopf gestellt hatten fand er sich im Futter seines Mantels. Wir haben noch gemeinsam zu Abend gespeist. Vom Ehepaaar Wolf und diesem kryptischen Schreibstil habe ich genug. So bin ich noch nicht so tief versunken, wie ich das ersehne; eigentlich sind es immer noch Suchbewegungen. – Ekelhafte Witterung da draußen. Morgen Teeeinladung bei der alten Monika; die hat es mit Dostojewsky auf mich abgesehen.

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3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Wenn es nicht von selbst kommt wird aus der Kruscherei nichts, geschweige denn mit ausmisten. Das Wetter hat sich auf alle Fälle darauf eingestellt.

  2. Ines sagt:

    So wie deine Überschrift über die Zeit, die stillsteht und gleichzeitig schnell vergeht geht es mir meistens in der Zeit zwischen Weihnachten und 6. Januar. Am Ende fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist und ist enttäuscht, dass vieles nicht ausreichend genossen oder angepackt wurde. So ist das.

  3. Beate sagt:

    Solange Du Dich angeregt mit Literatur beschäftigst, brauchst Du Dich um überquellende Schubläden nicht zu sorgen! da ist dann doch so vieles im Lot. Es gilt, Prioritäten zu setzen!

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