21-01-09-CoTaBu-Deprimiert von Zoomtreffen + 1. Impfung

Zwei Ereignisse prägen meinen Tag. Heute früh ein Zoomanstoßen auf Arianes Geburtstag. Hätte ich mir nur nicht Druck gemacht, dabeisein zu müssen! Unter den unendlich vielen Eingeladenen waren es letztlich nur 10 Parteien, die dabeiwaren; ich weiß auch nicht, ob Ariane überhaupt mitgekriegt hat, dass ich mit meinem Likörglas vor dem Bildschirm saß; mir fiel nichts ein, ein Smalltalk, dessen ich nicht fähig bin, vertrieb die Zeit; ein Ständchen – am ehesten noch der Jodler der Lebensgefährtin ihres Vaters hat es gebracht. Jetzt mache ich mir den ganzen Tag Gedanken, weil ich Einfaltspinsel nichts beigetragen habe, auch weil Ariane nicht auf meine Whatspp reagiert. Anrufen will ich nicht, weil ich selber so verkrampft auf „Störungen“ reagiere. Ich komme mir vor wie der letzte Depp. Ines hatte Glück und kam gar nicht erst rein. Dann habe ich stundenlang nichts Richtiges angefangen, um pünktlich zur Impfung zu kommen und war letztlich so knapp, dass ich bis zum Hubertusbrunnen geradelt und erst dann am übervölkerten Kanal gelaufen bin. Niemals 10000 Schritte! Viele von uns waren am Treffpunkt. Trotz Pünktlichkeit 1,5 Stunden Schlangestehen. Schlange zur Registrierung. Zettel ausfüllen am Rand. Mit Zetteln neu einreihen, bis man vorrückte zum entscheidenen Gang, ab dort eingepfercht wie die Schafe. Die handische Registrierung wurde nun in einem Kabuff in den PC eingegeben, dieselben Fragen nochmal. Danach wieder Schlange, bis man zu einem Arzt durfte. Dort wieder erstmal Adminstration. Endlich der Pieks. Es ist vollbracht. Danach nochmal die vielen Formulare scannen lassen. In meinem Fall noch etwas im Umkreis bleiben wegen Allergien. Tipp: Man achte darauf, neben wem man sich einreiht, es ist eine stundenlange Allianz. Quälend langweilige nachbarschaftliche Gespräche, z.B. mit Frau Walbrunn vom Provinzialat. Die Barmherzigen Brüder mit Masken und Alltagskleidung kaum zu erkennen, der Provinzial in Jogginghose, Frater Magnus im Ringelpulli, Renates spezieller Freund im Rollstuhl so verfallen, dass man ihn kaum wiedererkennt. Einzig Steigerwald im Habit.

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4 Kommentare

  1. Beate sagt:

    ich kann mir lebhaft vorstellen, wie das Zoomtreffen vonstatten ging. Vor Kurzem war ich anlässlich Antjes Geburtstag auch bei einem dabei. Das ist sehr speziell, smalltalk, gute Laune angesagt, sonst nix. Kann auch lustig sein, mussEinem liegen. Zum Impfen: ich stelle mir grad all die alten Leute vor, die auf ihre Einladung hin sich der gleichen Prozedur unterziehen müssen. Verträgst Du die Impfung?

  2. Ines sagt:

    Ich ärgere mich, dass ich das Zoom Anstoßen vermasselt habe. Hätte dir, Heike, gerne Unterstützung gegeben. Als Depp musst du dich nicht fühlen. Bei solchen Ereignissen geht’s nicht darum, etwas von Bedeutung von sich zu geben. Die Geschichte vom Impfen ist köstlich. Gut, dass du sie gut vertragen hast.

  3. Renate sagt:

    Sehr gut kann ich verstehen, dass du dich so unwohl beim zoomanstoßen gefühlt hast. Wie auf einer Party, du kennst niemand und stehst mit einem drink in einer Ecke stehst. Furchtbar!

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