21-02-10-CoTaBu-Abstrichsdynamik gesellschaftlich relevant + Singkreis

Dass allerhand aufgewirbelt wird trifft die Sache auf den Punkt. Glatt gehen diese Dinge, wenn man Marionetten hinsetzt oder in Ämtern, wo die Leute für ihr Geld die Zeit absitzen und es ihnen am A…. vorbeigeht, wie es dem Gegenüber geht. Sobald man sich gut, allzugut kennt, zumal im Hospiz, wo jedermann einen Anspruch auf Zuwendung, Verständnis, Entgegenkommen, grenzenloses Mitgefühl hat – was jahrelang in den Medien suggeriert wurde – ist ein Anspruch an Eigenverantwortung kaum durchzusetzen. Es steht der Erwartung der Gesellschaft entgegen. Die Menschheit lechzt nach Selbstbestimmung, der feste Wille zur „Würde“, was auch immer sie für den Einzelnen bedeutet, rührt auch an dieses Geschehen. Dass Sonja, deren Geduld keine Grenzen kannte, die nicht zuletzt deshalb von der Pflege in die Verwaltung wechselte, jetzt genau damit konfrontiert ist, den Bullterrier am Eingang zu machen ist eine Ironie des Schicksals. Wenn wir auch alle unterschiedliche Auffassungen haben: niemand sitzt am Nadelöhr wie sie. Natürlich hat sie Recht damit, sich „zu wundern“, mit welchem Anspruch einen Leute weiterhin anblaffen, wenn es um Besuch geht, wie sie wie die kleinen Kinder verhandeln. Gestern wollte mich eine in die Enge treiben. Wie denn, wenn wir nur einmal wöchentlich den Abstrich verlangten? Sollten wir ihn nicht täglich fordern? Wer sagt uns, dass derjenige sich nicht fünf Minuten später ansteckt? Gut, ich sagte, wir wollten es nicht als Schikane betreiben, sondern nach bestem Wissen und Gewissen handeln und bestärkte sie darin, ihren Mann bei sich zu Hause zu lassen. Gute Nacht! – Abends schon wieder Gemüse – und nein, man wird nicht richtig satt. Gerade die Onlinesingstunde. Was daran super ist: Alle bis auf die Anleiterin stellen auf stumm und ich kann hemmungslos schallend, im Zweifel auch falsch, die zweite Stimme singen und höre nur sie und mich.

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5 Antworten

  1. Ines sagt:

    Herrliche Vorstellung, wie du hemmungslos laut vor deinem Computer singst. Machst du diese Gemüse Ernährung wegen deiner Diverkulitis Schmerzen? Oder willst du abnehmen? Hast du denn noch Schmerzen?

    • Heike sagt:

      Der Anlass war, mich vor dem Arzt zu drücken und diese Ernährung hilft. Außerdem hat Michael ein mittelschweres Problem, das hier den Rahmen sprengt. Unterm Strich kommt uns beiden das jetzt mehr als gelegen, v.a. weil wir gleichzeitig aus verschiedenen Gründen motiviert sind. Ich könnte nicht behaupten, etwas gegen Abnehmen einwenden zu wollen. Wir nehmen es also gern in Kauf, vorsichtig formuliert. Und ja, erst beim zweitenmal habe ich realisiert, dass ich meine Versuche, regelrecht zweitstimmig zu improvisieren, ausbauen kann.

  2. Beate sagt:

    Gibt es denn eine Aufnahme von Deinem Chor? Hörst Du im Nachhinein den Klang der Lieder ?
    Das ist sehr spannend! Zur Ernährung: ich trinke seit Weihnachten keinen Tropfen Alkohol, das tut dem Magen sehr gut. Will es auf jedem Fall bis Ostern so weiter betreiben. Aber auch leichtes Essen ist sicher eine Wohltat für die Gesundheit. Gut, dass es Dir hilft!

    • Heike sagt:

      Da gibt es keine Aufnahme und es ist eben ausdrücklich kein Chor, weil sich alle stumm schalten müssen, um per Zoom kein Klangchaos zu erzeugen. Man hört nur Dagmar und sich selber. Ich kann dir den Link gerne mal schicken, wenn du es an einem Mittwochabend ausprobieren willst.

  3. Renate sagt:

    Den Link hätte ich auch gerne. Danke! Einen undankbaren Job hat Sonja da. Was die Leute auch für Vorstellungen und Ansprüche haben, unverschämt und krass.

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