21-02-27-CoTaBu-Isarspaziergang + 3. März, der mich packen will

Statt weiter aufzuräumem – leidiges Dauerthema! – blogge ich, bevor mein Fernsehabend mit Brecht beginnt, auf den ich mich seit Tagen freue. Eigentlich wollte ich mit Michael, aber wir haben uns in die Haare gekriegt, weil er spürbar nur mir zu Gefallen mitgemacht hätte, nicht die rechte Begeisterung aufkommen ließ und Bemerkungen machte, die m.E. auf Vorurteilen beruhten. Mir begann das im Voraus den Abend zu verderben. Das nervt ihn, weil er nicht „denken darf, was er will“. Da ich heute Mittag mit ihm Nudeln Carbonara gefrühstückt habe folgte der Süßhunger auf den Fuß. Ich wachte von meinem Nachmittagsnickerchen damit auf, habe statt Kuchen ein Marmeladebrot gegessen, das es nicht wirklich brachte. Wir hatten den Tag – nach gestrigem Erfolgsmodell – mit einem zweistündigen Isarspaziergang begonnen: stramm von Harlaching zur Großhesseloher Brücke, vorbei am Hinterbrühler See, am Schleusenwärterhäuschen, in dem man Geigenunterricht bekommen kann (sollte ich Geige lernen?) – auf der anderen Isarseite zurück – bei trüber Witterung, also noch ohne die Tausende. – Mir geht`s gar nicht gut, weil sich der kommende 3. März seit Tagen in die Seele krallt. Als ich es ansprach sagte Michael, er hatte nicht gewagt, davon anzufangen. Ich versuche zu denken, dass es doch in Ordnung ist „da drüben“ für Simon, aber das hilft im Moment nicht. Es baut sich auf, kommt von Innen hochgestiegen, liegt wie ein Stein. Es gibt ein Lied bei Dagmar: „Gut ist es wo wir waren, gut ist es wo wir sind, gut ist es wo wir hingehen…“  so ähnlich. Entweder das oder „all throught the night“ hat sie mir für nächste Woche versprochen, Mittwoch wird der 3. März sein. Sie hat gefragt, ob ich mir ein Lied wünsche. Vielleicht muss ich den Tag mehr „in die Hand nehmen“, wenn er so auf mich zurollt ist es ganz schlimm und wegschieben funktioniert nicht. Ich komme nicht dran vorbei, muss durch ihn durch.

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3 Antworten

  1. Renate sagt:

    Wie soll es gehen diesen Tag wegzuschieben? Ich kann dir diesen Tag nicht erträglicher machen. Das du mitsingen willst hast du mir gestern, auf mein Nachfragen, gesagt. Ich habe ganz unbefangen gefragt. Vielleicht ist Singen, das etwas Aktives ist, das, was du mit in die Hand nehmen meinst. Ich hoffe es hilft dir ein wenig.

  2. Ines sagt:

    Eine gute Idee, gemeinsam ein Lied zu singen. Wenn du aktiv die Gestaltung des Tages „in die Hand nimmst“, wird der Tag bestimmt erträglicher.

  3. Beate sagt:

    zusammen singen, den Tag, den Abend gestalten, seine Freunde sehen, vielleicht wird Dich Gemeinsamkeit besser durch die Stunden tragen als allein der Schwere ausgeliefert zu sein

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