Impfaktion und Sorge um Eltern
Gestern fand um 15 Uhr die zweite Impfaktion im Kinderzentrum statt. Wieder mal war alles perfekt organisiert und die Impfungen liefen wie am Schnürchen, eine nach der anderen. Ich hatte mich auf ordentlich Nebenwirkungen eingestellt und Hubert schon vorab instruiert, dass ich mich den Rest des Tages auf der Couch aufhalten werde und in Ruhe mein Fieber und Schüttelfrost abwarte. Ich war fast ein wenig enttäuscht, dass nichts dergleichen passierte. Es ging mir den ganzen Abend gut und nicht mal der Arm tat mir weh. Auch die Nacht war gut. Heute allerdings habe ich etwas Kopfschmerzen und mein Körper fühlt sich etwas matt an. Auch diese Symptome habe ich öfter, aber zumindest kann ich sie jetzt der Impfung zuschreiben und mich auch heute noch mal richtig faul ausruhen und verwöhnen lassen.
Meine Eltern machen Sorgen. Gestern ist mein Vater gestürzt und hat sich die Hand mindestens verstaucht, Gesicht verschrammt, blaues Auge und einen ordentlichen Schreck bekommen. Gleichzeitig ist meine Mutter sehr schlecht beinander. Sie ist so schwach, dass sie nicht aufstehen kann, fällt in Abwesenheitszustände. Morgen kommt die polnische Hilfe mit dem Zug an. Ich hoffe sehr, dass sie sich schnell aneinander gewöhnen und sie anpackt und eine wirkliche Hilfe ist. Meine Eltern sind total aufgeregt.
Zu deinen Eltern: was für ein Wahnsinn, dass jetzt dein Vater gestürzt ist. Verrückt, dass es ausgrechnet jetzt ist, wo „Hilfe“ im Anmarsch ist. Ja, hoffentlich ist es eine praktisch veranlagte Frau mit dem Herz am rechten Fleck. Die ersten Sekunden können ja schon entscheidend sein. – Zu dir: meine Nachwirkungen fingen eigentlich erst 24 Stunden später an, abgesehen vom Arm und dem Kopf, die haben sich vorher gemeldet.
ich kann Deinen Eltern und Euch allen nur wünschen, dass eine hilfsbereite, freundliche und geduldige Frau kommt, die auch geistesgegenwärtig auf schwierige Situationen zu reagieren weiss. Meinem Vater war diese Hilfe eine große Erleichterung in seinen letzten Lebensjahren