Kratzbürstig, Müllnazies und Yoga

gestern, nach Yoga, holte ich mein Handy und meinen Laptop, um Euch zu schreiben und vorab das Foto von Janias Kunstwerk zu schicken. Mir fielen die Augen zu und ich schlief tief und fest ein. Das Foto, das mir Jania geschickt hatte, zeugt von ihrem Tagwerk, dem ersten Kuchen, den sie gebacken hat, einen Geburtstagskuchen für Sirena.

Ich will von gestern schreiben: Am Vormittag rief ich meine Kollegen in der Landeszentrale an, denn die nächsten Personalratswahlen stehen an, es sollten sich Einige dafür aufstellen lassen. Drei habe ich erreicht, nett mit ihnen geplaudert, die Arbeit beschrieben, die zu erwarten ist, dann. war schon wieder Wechsel zum Telefondienst angesagt. Es ging wieder pausenlos, die neuen Verordnungen werfen Fragen auf, der fehlende Impfstoff macht mitunter wütend. Eine pensionierte Gymnasiallehrerin, mit der ich davor schon zwei Mal geredet hatte, (sie hatte der Impfkommission geschrieben und darauf weder eine Eingangsbestätigung noch eine Antwort erhalten) kommentierte auf höchst spöttische und amüsante Art und Weise absurde Abläufe in der Politik und Praxis im Umgang mir der Pandemie. Sie verabschiedete sich mit der Empfehlung, kratzbürstig zu sein oder zu werden.

Dann rief Sirena an, sie wohnt in einem Haus, wo immer wieder Müllkämpfe ausbrechen. Janni hatte Kartons in der leeren Papiertonne entsorgt und zwei Kartons nicht so feinsäuberlich zerrissen, wie es in diesem Haus Gesetz ist. Ein Nachbar hatte daraufhin die Kartons rausgeholt , auf eine Tonne gestellt und für die Haus-WhatsApp fotografiert. Janni hat sich dafür entschuldigt, weil sie gleich ein schlechtes Gewissen bekommen hatte. Seit Anfang diesen Jahres trägt das Kind den Müll weg, den großen in den Keller, den anderen in die Tonnen.Eine Nachbarin von Sirena sagte mal zu mir, da wohnten einige Müllnazies im Haus.. Sirena war sehr wütend, ein Sahnehäubchen auf die Telefonarie davor…Dann kam Yoga, dann eine rechte Erschöpfung.

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4 Antworten

  1. Heike sagt:

    Der einzige Nachteil an deinem 2. Standbein ist, dass du dich nochmehr mit Corona beschäftigen musst. Evtl. führt das wenigstens deinerseits in die Sachlichkeit, anstatt NUR deinen UND fremden Emotionen ausgesetzt zu sein. – Da lobe ich mir mein Heim, wo kaum die Bio- von der Papiertonne unterschieden wird. Das schreit zwar auch zum Himmel, aber wenigstens wird man in Ruhe gelassen. Hier zerkleinert KEINER seine Kartons!

  2. Ines sagt:

    Die überfüllten Mülltonnen, insb. Papier sind auch in unserer Anlage ein Thema. Wenn jemand riesige Amazon-Pakete ganz in die Tonne wirft, so dass sie gleich wieder voll ist, finde ich das wenig erbaulich. Aber rausholen und fotografieren ist noch mal eine andere Nummer. Arme Janni.

    • Beate sagt:

      der Witz war, dass es sehr kleine Pakete waren, aber durch die Pizzaschachtel sah es nach mehr aus. und: der Ton macht die Musik. Das war eine sehr provokante Art des Monnierens

  3. Renate sagt:

    Das Kartonproblem war besonders vor und nach Weihnachten bei uns ganz massiv. Die Müllmönner haben sich sehr beschwert, weil sie deswegen Überstunden machen mussten. Die Ansagen von Spahn und Co. Kann ich bald nicht mehr hören. Sie werden doch am nächsten Tag dementiert. Nervig!

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