Hauskauf, Arbeit, Singen- ein voller Tag
Heute Nacht habe ich sein Haus gekauft, das Haus von Arthur, im Niemandsland zwischen Landsberg und dem Ammersee, viel zu klein, wie er einmal sagte, ein Puppenhaus, ein Haus, genau das Richtige für mich. In diesem Haus war ich ein einziges Mal, an einem Sommertag zu Besuch, vor vielen Jahren und inzwischen hat es seinen Besitzer gewechselt, er hat es verkauft. Aber heute Nacht war ich der Käufer, ging rein und merkte, dass die Zimmer viel größer sind, immer größer werden, je mehr ich sie abschreite und mich schließlich in ihnen verliere. So ein Haus ist nichts für mich, die ich allein lebe, ich gehöre in die Stadt und als mir das klar wird, fange ich an zu weinen und wache auf.Und schon ist es Zeit zu telefonieren, all die Fragen zu beantworten, die durch die neuen, immer wieder neuen und vielen Verordnungen entstehen. Übergangslos wechsle ich um 12 Uhr in meine ursprüngliche Arbeit, stricke am Telefon mit einem Bundeswehroffizier ein Programm für den Herbst, rufe den netten Kollegen in der Europäischen Akademie an, ob er für einen Vortrag Zeit haben wird und in der Staatskanzlei, ob ich einen Raum bekommen kann, um eine Vortrag zu halten und ob ich einen geführten Rundgang machen darf. Mein täglich Brot bis vor einem Jahr und heute scheint es mir wie ein Vorhaben, das nie gelingen wird. Darauf freue ich mich aber den ganzen Tag schon: Am Abend singen wir wieder! Ich sehe Euch beide, erst Renate, dann Heike auf der zweiten Seite, dann beide auf der ersten Seite . Manchmal werden mir die Lieder zu oft wiederholt, dann werde ich müde, weiter mitzusingen. Singen macht mich fröhlich und gibt mir gleichzeitig Ruhe. Das ist sehr schön.
Auch wenn dein Traum so unheimlich wird ist es so schön, mal wieder einen in diesem „Format“ hier zu lesen. Ich habe solang nicht mehr reingeschrieben. Arthurs Haus! Die Vergangenheit, sie holt auch mich immer wieder in Träumen. – Spannender Tag! Dolles Programm.
Dass es immer wieder neue Bestimmungen gibt, ist verwirrend. Erstaunlich, dass du noch durchblickt.
Das Wiederholungen zum chanten gehören habe ich vergessen. Mir wird es auch von der Stimme her zu viel, deshalb setze ich immer wieder aus. Der Wechsel zwischen dem Telefondienst und deiner ursprünglichen Arbeit scheint dir gut zu gelingen.