Jobwechsel auf die alten Tage
heute habe ich es angepackt: Zuerst im Gesundheitsministerium angefragt, ob ich voll mitarbeiten kann. Mit einer sehr positiven Rückmeldung schrieb ich darauf dem „Personaler“ in der Landeszentrale, er möge sich bitte um eine volle Abordnung kümmern, habe einige Argumente angeführt, angefangen von der Zeiterfassung bis zu den zwei Hochzeiten, auf denen es mühsam ist zu tanzen. Ein paar Sachen muss ich da noch erledigen, aber es fühlt sich sehr nach Abschied an. In meinem Referat gehen alle davon aus, dass ich im Herbst wiederkommen werde und wir mit dem „Lernort“ weitermachen, der ja hauptsächlich mein Job war. Ich aber bin mir fast sicher, dass weder die Staatskanzlei noch die Ministerien im Herbst ihre Türen für Schulklassen öffnen werden. Von der Staatskanzlei weiß ich es definitiv. Solche Formate werden noch lange nur digital möglich sein (sehr langweilig). Die Arbeit im Gesundheitsministerium ist zwar nicht gerade anspruchsvoll, aber durch den konkreten Bezug interessant und ich arbeite da viel lieber. Wer weiss, vielleicht bleibe ich da bis zur Rente.
Herzlichen Glückwunsch! Gerade habe ich in deine letzte Nachricht auch schon was dazu geschrieben. Ich finde es super! So kommst du – kurz vor Zapfenstreich – noch zu einer neuen beruflichen Herausforderung, bist ja schon mittendrin und ich bin sicher, dass es dir auch gegen die Erschöpfung auf die Beine hilft. Sowas hätte man sich nicht ausgesucht, aber wenn du noch schonmal dabei bist…
Ich find es auch gut, dass du diesen Schritt machst, auch wenn es bedeutet, dass du womöglich nicht in deinen alten Job zurückwechseln wirst. Diese Zerrissenheit zwischen zwei Jobs ist auf Dauer nicht gesund. Ich halte deine neue Aufgaben für sehr anspruchsvoll, vielleicht weniger intellektuell, aber du brauchst viel psychologisches Feingefühl für den Umgang mit den Menschen.
Jetzt hast du Nägel mit Köpfen gemacht und das fühlt sich sicher gut an. Eine wichtige Aufgabe, bei der du als Mensch gefragt bist.