Abstrichidee und ein ruhiger Vormittag

Gleich nach oben auf die Stationen und jede Kollegin gefragt, ob sie abstreichen kann. Gott sei Dank war eine Kollegin da die es konnte. Herr Linnemann hatte am Montag die Superidee, dass ich es lernen soll. Bei ihm sollte ich den Anfang machen. Ich, die schon umfällt wenn Luis Nasenbluten hat, soll in den Nasen Anderer rumbohren. Schon bei der Vorstellung wird mir komisch. Ich habe mich verweigert und Herr Linnemann hat nicht insistiert. Außerdem ist Heike auch noch da, die es gerne macht. Der Vormittag heute hat sich hingezogen. Gut dass immer wieder eine Kollegin oder Angehörige kamen. Nicht viel zu tun, denn ich habe die letzten Tage schon vieles erledigt und für Sonja zusammengeschrieben. Claudia hat zwei Abstriche gemacht. Pünktlich gegangen und heimgeradelt, in  Vorfreude auf meinen Nachmittagskaffee. Stundenlang mit Eva telefoniert. Sonntag ist wieder Wechsel der Pflegerinnen. Eva wird mal prophylaktisch in einem Heim in Tölz nachfragen, dass nach Rinos Aussage, ganz gut sein soll.

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4 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Immer wieder staune ich, wie die Zeit dahinrast, allein anhand eurer Pflegerinnenwechsel. Es ist sicher gut, schonmal die Fühler auszustrecken. Vielleicht ist es nicht das Schlechteste mit so einem Heim. Wie oft haben wir gesagt, wieviel freundlicher z.B. die Sankafahrer „vom Land“ regelmäßig sind! – Ich finde, du musst wahrlich nicht abstreichen. Gibt es doch sogar Pflegende, die das nicht machen, weil sie sagen, sie können das nicht verantworten. Die werden auch nicht genötigt. Warum ich es gern mache? Es schafft so eine reizende, kurze Intimität und Nähe, in dem Fall ganz legitim. Und das nette Gespräch nebenbei, manchmal.

  2. Ines sagt:

    Dann steht bei euch die Option Pflegeheim nun auch im Raum. Bad Tölz ist schön, aber nicht gerade nah. Ich würde mich auch weigern den Abstrich bei anderen zu machen.

    • Renate sagt:

      Eva erkundigt sich mal. Wir wollen vorbereitet sein falls sich der Zustand unserer Mutter verschlechtert. Eva wohnt in Lenggries, Micha, mein Sohn, in Bad Tölz. Von daher wäre es nicht schlecht.

  3. Beate sagt:

    wenn das Heim gut ist und Deine Mutter den Wechsel in eine neue Umgebung gut schafft, ist das sicher eine gute Lösung! Die Asklepios Klinik habe ich als grauenhaft in Erinnerung. Mein Vater war dort regelmäßig.

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