Wechseltag und Kuchen, Kuchen
Schon am Vormittag zu Muttern geradelt. Laut Wetter online sollte es nicht regnen. Das Gegenteil war der Fall, je weiter ich fuhr umso heftiger regnete es. Mama schlief noch. Sylvie hat mir noch ein paar Dinge gesagt und ist dann zum Hauptbahnhof gefahren. Um 12.15 Uhr ist Mama aufgestanden. Wir haben versucht Geschichten aus vergangenen Zeiten zu rekonstruieren. Schade dass sie soviel nicht mehr weiß und gut, dass mein Vater uns noch sehr viel aus seiner Jugend erzählt hat. Ich hatte Kuchen dabei, den Mama gleich nach dem späten Frühstück, das aus zwei Marmeladebroten bestand, gegessen hat. Als ich oben die Blumen gegossen habe, hat sie von dem Kuchen, den Sylvie gebacken hat, das letzte Stück gegessen. Sobald man aus dem Zimmer geht fängt sie an zu essen. Marta kam Nachmittag und brachte eine Bisquitroulade und Trdelnik mit. Trdelnik ist das einzige tschechische Wort, dass ich mir merken kann. Es ist ein Hefeteig, der in Streifen um einen Zylinder gewickelt, dann gebacken und mit Zimt und Zucker bestreut gegessen wird. Ich habe das in Prag gegessen und Marta hat es mir schon einmal gemacht und heute wieder. Ich liebe Hefeteig und habe mich sehr über das Geschenk gefreut. Vorher schickte Marta eine Whatsapp. Mama hat die restliche Bisquitroulade, waren mindestens noch 3 bis 4 Scheiben, aufgegessen. Marta war nicht im Zimmer.
Die Süßigkeitengier deiner Mutter ist echt krass und irgendwie auch lustig, wobei es wahrscheinlich wirklich etwas viel wird für das ganze Verdauungssystem. Sind es die Antideprssiva, die so hungrig machen? Und dieser überaus gesegnete Schlaf! Schläft sie dann abends ein?
so viel Lust auf Kuchen! der muss ihr doch auch schwer im Magen liegen…es tut ihr sicher sehr gut, dass Du mit ihr über vergangene Zeiten sprichst
Um deine Mutter zu schützen, würde ich ihr nicht so viel Kuchen mitbringen oder vor die Nase stellen. Sie hat offensichtlich keine innere Bremse und vergisst vielleicht auch, was sie gegessen hat.
Sonst ist nicht soviel Kuchen da. Demente lieben Süßes und viele Freuden hat Mama auch nicht mehr.