Ausgesperrt, Spielplatz und Krankenwagen

Gestern um kurz vor 21.00 Uhr rief mich meine Tante an. Marta und Mama haben sich ausgesperrt. Also habe ich mich angezogen, noch überlegt ob ich mit dem Rad fahren soll, mich aber für den Bus entschieden und ab Moosach ein Taxi zu nehmen. An der Haltestelle schrieb ich auf Familienchatt davon und Linda, die auch einen Schlüssel hat, erbot sich hinzufahren. Ich war ihr sehr dankbar. Heute wenig zu tun. Früher gegangen um die Kinder zu holen. Auf den Tizianspielplatz gegangen. Nette Unterhaltungen mit Müttern und auch einem Vater gehabt. Luis hat mit seinem Freund Henry gespielt, dann meinte er, Henry macht so Quatsch und ist zu Emilia gegangen, die ihn gleich mitspielen ließ. Plötzlich sahen die Kinder einen Sanitätswagen stehen. Luis war nicht mehr wegzubewegen. Er meinte, er muss in das Auto steigen und der Frau eine Spritze geben und ihr helfen. Die Sache mit Linda, die im Krankenwagen weggefahren wurde, beschäftigt ihn immer noch. Die Kinder wurden aus dem Schlaf gerissen,  Andy musste Linda zum Krankenwagen führen und Emilia und Luis standen am Fenster. Für die Kinder ein traumatisches Erlebnis, vor allem für Luis. Emilia ist einfach älter. Linda, die später zum Spielplatz kam, erzählte mir, dass sie jeden Abend ein Buch mit ihm anschauen, in dem ein Krankenwagen abgebildet ist. Sie müssen ihm jedes Detail erklären und er stellt immer die gleichen Fragen.

 

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Gerade das Berufsbild des Rettungssnitäters ist auch ein sehr eindrückliches. Vielleicht ist es ja die Keimzelle zu einer späteren Berufswahl. Retten wollen, ohne vielleicht noch bewusst zu erinnern, wen.

  2. Ines sagt:

    Genauso wie Luis macht, ist es richtig, um ein belastendes Erlebnis zu verarbeiten. Es immer wieder durchspielen, bis es den Schrecken verliert.

  3. Beate sagt:

    ..da schreiben zwei psychologisch versierte Frauen. Ich kann nur hinzufügen, dass ich ähnliches mit meinen Kindern erlebt habe, z. B. als Sirena, dreijährig, einen Sturm erlebte, der ein Fenster zum bersten brachte. Danach stand sie viel bei ungemütlichem Wetter am Fenster und beobachtete die Bäume, die sich biegen, sprach darüber, wies mich darauf hin

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