Patrick

Unser Kollege Patrick  war heute noch mal richtig Thema. Wir haben zwei Abteilungsleiterinnen. Die eine, Uta, seine Vorgesetzte, hat dafür gesorgt, dass er nicht entfristet wird, die andere rief mich neulich an und bedauerte sehr, dass er in Bälde auf der Strasse sitzen wird. Sie wußte von einer Stelle in Gera, die Bundeszentrale baut da einer neue Abteilung auf.Sie bat mich, ihm den Link zu schicken. Heute schrieb mir noch eine andere Kollegin, ob ich nicht bei ihm einen weiteren Hinweis platzieren könnte. Allein Patrick weiß noch nichts von seinem Pech, er rechnet fest mit einer Entfristung. Das Mistige ist, dass er extra wegen der Stelle in der Landeszentrale nach München gezogen ist. Er ist nicht der Erste, der wieder gehen muss, es gab sogar schon mal einen Prozess, weil  eine promovierte Politologin es sich nicht gefallen lassen wollte, dass sie wieder raus geschmissen wird.(Hat natürlich verloren.) Der eiserne Besen hat mal wieder gekehrt.Vielleicht geht mir das Ganze so nahe, weil ich mich sehr dafür eingesetzt habe, dass die Mitarbeiter, die in der neuen Dienststelle in Augsburg arbeiten sollen (Patrick ist einer von ihnen), ein paar Vergünstigungen bekommen. Patrick wandte sich auch an mich, weil er schon nach einer Dienstwohnung in Augsburg schaute. Das war heute aber auch das Einzige, was mich bewegte. Nachdem ich meinen Computer zugeklappt hatte, bin ich noch mit dem Rad zum Einkaufen gefahren. Morgen ist ja der 1. Mai.

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4 Antworten

  1. Ines sagt:

    Armer Patrick. Ist er denn flexibel? Oder hat er Ehefrau und Kinder?

    • Beate sagt:

      Patrick ist Single, gerade von Berlin nach München gezogen, gerade mal 30 Jahre alt. Das lässt hoffen, dass der Absturz nicht allzu heftig ist.

  2. Heike sagt:

    Schreckliche Sache, unheimlich. Ob es esoterisch von mir ist, ob ich den Teufel an die Wand male? Was sich ohne P.`s Wissen und Zutun hinterm Rücken zusammenbraut hat etwas, das Hellinger als Schwächung bezeichnen würde in seinen Arbeiten zu Ordnungen des Helfens. Hilfe, die schwächt. Könnte man P. nicht hineinnehmen in die Überlegungen? Ohne dass er`s weiß könnte ihm diese Machenschaft den Boden untern Füßen wegziehen, m.E. mehr als die Befristung selbst.

    • Beate sagt:

      das ist ja grad das Dilemma, in dem ich stecke. Würde ich es ihm sagen, bekäme ich eine Abmahnung. im Laufe der nächsten Woche wird unser Direktor ihm bescheid geben. Dann sind die Bewerbungsfristen für oie beiden Stellen abgelaufen.

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