21-05-14-CoTaBu-Wiedersehen, Einladung + Hausfriedensbruch

Mittags fühlte ich mich plötzlich wieder nicht mehr wohl. Heute durfte unmöglich was dazwischen kommen. Wielange hatte wir uns nicht mehr gesehen? War nicht das letzte Treffen an mir gescheitert? Kopfwehtablette eingeworfen, Fieber gemessen, mich selber getestet. Als wir dann zu viert bei Ariane saßen, die seit einem Vierteljahr an Krücken geht, war das Missbefinden wie verflogen. Ich kam ohne Hunger, aber als wir vor Ines` Spargel-Rukula-Erdbeer-Salat,  Alexandras Kichererbsen und Krautwickeln und meinen Franzbrötchen saßen, überfiel uns alle gesunder Appetit. Wir haben gespachtelt und über alles geredet, was sich angesammelt hat. „Neu“ ist für Ines und mich, dass wir durch den Blog – noch mehr als vorher „nur“ durch die Schreibgruppe – gegenseitig schon auf dem Laufenden sind. Dennoch ist es nicht langweilig, denn es ist eine andere Konstellation, in der wir schon jahrzehntelang einander zuhören. Es war so schön! Am Ende haben wir gewagt, uns zu umarmen. Mir fiel erstmals nach diesem berührungslosen Coronajahr auf, dass ich jede blind an ihrem charakteristischen Odeur erkennen würde. – Ich habe die ersten Exemplare meiner Geburtstagseinladung mitgenommen. Beim Entwurf wandelte mich der Entschluss an, unseren intimen Kreis für diese Stunden zu erweitern. Selbstredend werden nur Schreibwillige eingeladen. –  Übrigens ist das Marienstift seit heute bei Nachweis eines Negativtests für Besucher zugänglich – just einen Tag nach Michaels Skandal! Ob es damit zu tun hat? Die Plunzn am Eingang warf ihm heute Hausfriedenbruch vor. Uns doch wurscht! Ich feuere Michael an, richtig auf den Putz zu hauen und sich Luft zu machen.

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3 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Ich kann alles, was du über die Peergruppe schreibst, bestätigen. Ein großes Glück, sich wieder zu sehen. Ich kann mir vorstellen, dass Michaels Ausraster Wirkung gezeigt hat. Dann dürft ihr Anni endlich wieder in ihrem Zimmer besuchen.

  2. Renate sagt:

    Das hört sich so gut an, eure Gruppe, die aufmerksamen Zuhörerinnen, das gute Essen und zum Schluss auch noch eine Umarmung. Wenn Michael seine 2. Impfung hat braucht er keinen Test mehr, um seine Mutter zu besuchen. So steht’s heute in der SZ

  3. Beate sagt:

    Ein perfektes Treffen, Beisammensein! Ob es eine Lehre aus dem langen Jahr Corona sein mag, dass wir Begegnungen noch mehr schätzen lernen?

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