Fenster, Finanzamt und grauer Himmel
Sieben Fenster und eine Balkontüre, in dieser kleinen Wohnung. Alle heute geputzt und es ging so leicht von der Hand heute. Nebenher noch dieses und jenes abgewischt, sortiert, entstaubt und entsorgt. Tütenweise Papier in die Tonne geworfen. Den ganzen Tag rumgewuselt, keine Zeitung gelesen, lediglich dazwischen mit Eva telefoniert. Dann kam mit der Post der Bescheid vom Finanzamt und meine gute Laune war dahin. Nachzahlung! Am Montag muss ich anrufen und mir den Bescheid erklären lassen. Zwei Sachen sind mir aufgefallen, die nicht stimmen, bei einer habe ich die falsche Spalte erwischt. Letztes Jahr konnte ich es auch telefonisch mit einer ausgesprochen netten Finanzamtsangestellten klären. Meine Stimmung hat sich inzwischen wieder aufgehellt. Morgen spreche ich mit einer Zahnärztin, die ich durch Gabi kenne, wegen dieser offenen Paradontosebehandlung. Es wäre hilfreich ihre Meinung dazu zu hören. Jetzt ist erstmal Feierabend und ich genieße den Blick durch die blitzblanken Fenster, die hoffentlich noch ein paar Stunden vom Regen verschont bleiben, denn so richtig hell schaut der Himmel nicht aus.
Ich hab mitgezählt. Auch ich habe sieben Fenster + eine Balkontür. – Beneidenswert. Dir geht Fensterputzen leicht von der Hand, dir UND Beate Wuseln und Räumen. – Mein Steuerberater hält direkte Kontakte immer von mir ab. Ich soll alles nur über ihn. Ob er – wie Michael – Angst hat, ich könnte ausrasten? So mache ich nie die Bekanntschaft mit netten Menschen dort und lebe im Gefühl, dass dort Monster sitzen.