21-06-01-CoTaBu- Traum und ätzende Nachklänge um irdische Güter
Prachtvoller 1. Junimorgen. Träume. Simon. Dodo. SeminarWE; Yoga – eine Frau neben mir macht nicht Platz. Irgendwann wird das Unbehagen zu offener Feindschaft. Sie fragt, um was ich spiele, mir fällt nicht ein, was ich ihr geben würde (möglicherweise einen grünen Ohrring? Zur Erläuterung: sowas trage ich seit 2018 nicht mehr). Simon war klein. Die „böse Frau“ soll meine Nachbarin hier werden. Sie wird nicht wissen, dass ich nicht nur Heike bin, sondern mal eine andere war. Dodos Kleid kann ich schlecht tragen (Figur). Sie zeigt mir ihren Schrank: einer nur für Prachtkleider. – Gestern ging der Zirkus mit unserem verstorbenen Geizhals weiter. Wieder Betreuerin angerufen. Die Tochter, die angeblich mit dem Vater nichts zu tun haben wollte, wollte durchaus; ER wollte nicht. Die Töchter werden ihn jetzt bestatten. Wohin endlich mit den Sachen? Die Betreuerin (die auch die getrennte Frau betreut) wollte „vielleicht“ am Donnerstag jemanden vorbeischicken. Ich habe Druck gemacht, wir bräuchten das Zimmer. Dann kam der junge türkischstämmige Mann, der letzte Woche alles hergekarrt hatte und holte den Rest ab. Sämtliche CDs und DVDs, laut Cornelia 117 Stück, fehlten. Mirijam hatte die letzten Klamotten für ihre Kleiderkammer mitgenommen (nach Rücksprache). Wir können es nicht erklären. Hab Cornelia gesprochen, abends Gregor, er wie immer total cool. Wenn du dein Leben lang in der Pflege gearbeitet hast fegen dich diese Dinge nicht mehr vom Hocker. Dinge verschwinden, tauchen oft wieder auf, Erklärungen gibt es manchmal im Nachhinein. Diebstahlsbeschuldigungen gehören zum Alltag. Blöderweise habe ich sowohl bei der Betreuerin als auch bei der Tochter von CDs gesprochen. Ich hoffe, dieses finstere Kurzkapitel lässt sich bald abschließen. Dass der Mann sein eigenes Konto vorher abgeräumt und den Safeschlüssel mit im Sarg hatte, in dem dann 2000 Euro lagen, war noch ein pikantes Detail. Das geht jetzt ans Nachlassgericht.
CDs verschwunden? Das erinnert mich an den berühmten Rucksack von Bärbel, (Flöte) nach dem täglich x-mal gefragt wurde. Dumm gelaufen, das mit dem Nachlassgericht. Mich wundert dass er das Geld nicht mit in den Sarg genommen hat.
Wer soll denn solche CDs nehmen, so etwas hat doch heute gar keinen Wert, eigentümlich. Was ihr dort für Geschichten erlebt, ist Stoff fürs Fernsehen, so unglaublich.
Ihr erlebt echt Geschichten, die man gar nicht erfinden kann, so absurd! dass bei dem Geizhals auch eine pikante Nuance mit dem Nachlassgericht ansteht, ist köstlich