„Am Sand“ und kleiner Schwips
Heute habe ich gefühlt wieder 200 Anrufe gehabt . Danach E-Mails beantwortet. Die Unzufriedenheit und Aggressivität der Leute schlägt mir aufs Gemüt. Bin zwar seit 27 Jahre treue Staatsdienerin, kann aber nicht umhin zu sehen, dass da auch gravierende Fehler geschehen bei all den kleinteiligen Verordnungen. Sabine rief mich an, lud mich ins Nationaltheater ein, sagte „Du bist im Sand“. Ja, bin ich, zur Zeit manchmal leider sehr nervös. Daraus folgte die nächste Aktion: ich werde am Samstag nicht mit dem Auto nach Dresden fahren, sondern besser mit dem Zug . Habe gebucht, 1. Klasse ICE kostet gerade mal 4o Euro weniger als das Benzin auf der Strecke. Am Abend Biergarten mit Heidemarie, Mutter von Jenni, die mit Alina in die Schule ging. Wir hatten uns schon lange nicht gesehen und gehört und es war schön, sich mit ihr auszutauschen.Ich ging mit Gazpacho für morgen Mittag und einem kleinen Schwips nach Hause.
„Im Sand“? Wie im Getriebe? Wie im Albtraum, wenn man nicht vom Fleck kommt? Ein starkes Bild, ich bringe es aber nicht zusammen mit dem, was du beschreibst. „Mit der Zeit nimmt die Seele die Farben der Gedanken an“, (Marc Aurel), fällt mir dazu ein, und in deinem Fall die der depressiven Masse von Querulanten. Auch sehr schwer, nicht nur vermitteln, sondern auch vertreten zu müssen. – Wann fährt denn dein Zug?
Zug ist auf jeden Fall entspannter und in Anbetracht deines, durch die Aggression und Unzufriedenheit der AnruferInnen, etwas lädierten Gemütszustandes ganz bestimmt besser.
Im Sand sein kannte ich bisher auch nicht. Ich weiß nicht wofür es steht. 1. Klasse reisen lohnt sich beim Zug auf jeden Fall.