Kindertag, nasser Teppich und Spritzen
Linda schrieb auf Whatsapp ob ich die Kinder heute schon ab Vormittag nehmen könnte. Beide Kinder sind nicht fit und gehen nicht in den Kindergarten. Ich habe Andy gebeten sie zu mir zu bringen. Zuerst habe ich meinen Balkonteppich zum trocknen über die Balkonbrüstung geworfen. Luis und Emilia haben mit Gieskanne und Schrubber den Boden mehr gewässert, als geschrubbt. Mit Greifer und Plastiktüte rausgegangen und Müll gesammelt. Die Tüte war nach kurzer Zeit komplett voll. Beide Kinder beherrschen dieses Werkzeug und haben ohne Murren abgewechselt. Gegessen, natürlich gab es danach wieder einen süßen Teller. Ich habe Kaffee getrunken und Luis hat mir immer die Serviette unter das Kinn gehalten, dass ich mich nicht bekleckere. Das war so goldig. Rausgegangen mit Wasser und Spritzen, ohne Nadeln. Erst in die Kirche, das ist Pflichtprogramm. War mit Emilia schon so und jetzt mit Luis wieder. Auf dem Weg zu dem umgestürzten Baum, der inzwischen zersägt ist, kamen die Spritzen zum Einsatz und ich wurde nassgespritzt, natürlich nicht ohne Gegenwehr. Hat großen Spaß gemacht. Luis wollte dass ich im nachrenne, mit der leeren Flasche und so tue als wenn ich ihn anspritzen würde. Zu Hause Zwieback mit Butter und ein Kapitel aus Astrid Lindgrens Film angeschaut und da kam auch schon Linda.
So kurzweilig! Und wie die Kinder wieder bei dir gewirtschaftet haben. Wenn diese heile Welt, diese „Unschuld“, doch ewig währen würde! Aber natürlich ist das (k)ein frommer Wunsch. Nichts bleibt. Panta rhei.
so ein schöner Tag und so viel Spiel und Spass -da gelingt auch die Arbeit wie ein spannendes Spiel.
Genau! Wie bei Tom Sawyer, der das Zaun streichen als attraktive Beschäftigung anpreist. Dafür, dass die Kinder angeblich nicht fit genug für den Kindergarten waren, haben sie viel geleistet. Ein schöner Tag bei Oma Renate.